Landwirtschaftliche Familienberatung
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 finanzielles-warnsignale

"Geld ist nicht das wichtigste im Leben,
aber es beruhigt und gibt Sicherheit."

Die wirtschaftliche Situation viele landw. Betriebe wird immer schwieriger. Das Einkommen der Familie reicht oft nicht mehr aus. Es entstehen Liquiditätsengpässe und Kredite müssen aufgenommen werden. Oft gestaltet es sich als schwierig, sich aus diesem Sog der geringen Einkünfte zu befreien.
Wir möchten Ihnen unter dieser Rubrik hilfreiche Handreichungen und Information geben, damit sie finanzielle Ressourcen erschließen können und für die Zukunft handlungsfähig bleiben.

Warnsignale bei finanziellen Problemen im Betrieb

von Fritz Kroder LFB-Bamberg Bayern-D

  • Grüne Welle - keine Probleme
  • Gelb - die ersten Warnzeichen
  • Rot - die höchste Alarmstufe!

Rot - die höchste Alarmstufe!

  • Der Anteil der kurzfristigen Kredite an den Gesamtverbindlichkeiten steigt ständig
  • Darlehenstilgungen erfolgen aus Kontokorrentkrediten
  • Es bestehen größere Verbindlichkeiten bei mehreren Lieferanten
  • Viehkäufe werden nicht bar bezahlt, sondern erst später beim Verkauf verrechnet (Ferkel/Mastschweine)
  • Schlimmer noch: Lieferanten von Waren werden um Vorschuss gebeten
  • Die Verbiindlichkeiten im Betrieb steigen von Jahr zu Jahr an, ohne dass investiert wurde
  • Ersatzinvestitionen müssen voll mit Fremdkapital finanziert werden
  • Notwendige Reparaturen werden hinausgezögert
  • Es mussten wiederholt Flächen verkauft werden, um Verbindlichkeiten zu tilgen oder Investitionen zu finanzieren
  • Banken sind nicht mehr bereit, zusätzoiche Kredite zu geben
  • Schecks und Wechsel wurden nicht eingelöst
  • Keine ausreichenen Sach-, Haftpflicht- und Lebensversicherungen

Gelb - die ersten Warnzeichen

  • Die Rücklagen (Sparguthaben usw.) schrumpfen von Jahr zu Jahr
  • Der Minussaldo auf dem laufenden Konto kann nicht wenigstens einmal im Jahr auf Null zurückgeführt werden
  • Der Betrieb wurde zwar immer durch Ersatzinvestitionen "in Schuss" gehalten, aber ohne dabei die Verbindlichkeiten zurückzuführen
  • Die Verbindlichkeiten bei Lieferanten nehmen ständig zu
  • Die Verbindlichkeiten sind in den letzten Jahren nur enig gesunken, obwohl nicht investiert wurde
  • Betriebliches Wachstum durch Investitionen unterblieb, weil kein Eigenkapital zur Verfügung stand
  • Erweiterungsinvestitionen mussten voll mit Fremdkapital finanziert werden
  • Der Betrieb hat schlechte Gebäude und Maschinen, wobei die vorhandenen Rücklagen niedriger als die vorhandenen Verbindlichkeiten sind

Grüne Welle - keine Probleme

  • Das laufende Konto steht nicht ständig im Soll
  • Die Rechnungen werden stets sofort bezahlt, woweit möglich unter Abzug von Skonto
  • Keine nennenswerten Verbindlichkeiten bei Lieferanten
  • Zwar mäßiger Gebäude- und Maschinenzustand, aber die anstehenden Investitionen können weitgehend durch vorhandene Rücklagen finanziert werden
  • Trotz erheblicher Investitionen wurden die Verbindlichkeiten in den letzten Jahren ständig vermindert
  • Ersatzinvestitionen können voll mit Eigenkapital finanziert werden
  • Größere Erweiterungsinvestitionen können zu wenigstens 30% mit Eigenkapital finanziert werden
  • Für die Ausbildung und Abfindung von Kindern sind Rücklagen vorhanden
  • Es bestehen ausreichende Sach-, Haftpflicht- und Lebensversicherungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Februar 2012
Blick über die Grenze: Zu den Herausforderungen der polnischen Landwirtschaft berichtet Maria Kasterka aus Kielce
Auf unserer Tagung im Oktober 2011 in Marienthal hielt Maria Kasterka von ARiMR - Kielce, ein ausführliches und informatives Referat über die Herausforderung in den ländlichen Räumen bzw. in der Landwirtschaft in Polen. Die Übersetzung vom Polnischen ins Deutsche gelang durch Frau Katarzyna Smilowska und Herrn Josef Chwieralski. Eberhard Wisseler und Hans Goldbrunner haben sich um weitere Bearbeitung des Beitrages gekümmert.
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Die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume hat zusammen mit den Bauernverbänden in Baden-Württemberg einen Notfallcheck für landwirtschaftliche Familienbetriebe herausgegeben. Dieser ist über Baden-Württemberg hinaus für alle Landwirtsfamilien gut zu nutzen und einsetzbar. Notsituationen, auf die wir im Alltag in der Regel mehr oder minder vorbereitet sind, werden systematisch abgefragt.
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