Engel, Paul
wurde 1949 in Reutte/ Tirol als jüngstes Mitglied einer Musikerfamilie geboren, die als „Engel-Familie“ bekannt wurde. Zusammen mit seiner Familie war er bis 1981 weltweit auf Konzerttouren unterwegs. Er studierte an der staatlichen Hochschule für Musik in München Komposition bei Günter Bialas und Wilhelm Killmayer, Dirigieren bei Jan Koetsier, Fritz Schieri und Wolfgang Winkler sowie Klavier bei Rosl Schmid und Volker Banfield. Neben der Lehrtätigkeit an der Jugendmusikschule Starnberg und an der Musikhochschule München in den Fächern Musiktheorie, Analyse und Gehörbildung war er als Instrumentalist in diversen Ensembles Alter und Neuer Musik sowie weltweit als Dirigent tätig, unter anderem leitete Engel von 1988 bis 1998 das Symphonieorchester München-Eching. Seit 1987 arbeitet er freischaffend als Komponist, Dirigent und Pädagoge in München und Reutte, seit Oktober 2007 auch in Usingen bei Frankfurt a.M..
Seine Kompositionen wurden unter anderem bei den Salzburger Festspielen 1984 und 1987, bei der Münchner Biennale 1995, beim Münchner Musiksommer 1987 und im selben Jahr beim Grazer Musikprotokoll, 2001 bei den Tiroler Festspielen, Erl sowie beim internationalen Festival Zeitgenössischer Musik „Klangspuren Schwaz“ 1995 und 2006 aufgeführt. 2005 fand die Uraufführung des Zyklus "Getäuscht hat sich der Albatros“ nach Texten von Ursula Haas für Bariton und Klaviertrio mit Martin Bruns und dem berühmten Wiener Klaviertrio im Carl-Orff-Saal im Münchener Gasteig statt. Zuletzt konnte man die Kompositionen Engels an einem Porträt-Abend im Rahmen der „Tage der neuen Musik“ 2009 in der Akademie für Tonkunst, Darmstadt, und in der “Musik im Studio“ im ORF-Innsbruck, sowie in Wiesbaden mit seiner Kammermusik "Der Paukenschlag von Haydn", einer Performance-Komposition zum Haydn-Jahr erleben.
Derzeit arbeitet der Komponist an "ROCHADE" einer Sinfonia Concertante für Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier und Orchester und an „Die fünf Dhyanis – Sanskrit-Mantren“ für Chor, Blechbläser und Batterie.
Paul Engel erhielt zahlreiche Preise, darunter 1972 der Richard-Strauß-Preis der Stadt München; 1982 erhielt er den Kompositionspreis der „Sommerlichen Musiktage“ in Hitzacker, 1981 gewann er den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb der Jürgen-Ponto-Stiftung Frankfurt a.M., es folgten 1982 der Förderpreis der Stadt München, 1983 der Förderpreis des österreichischen Ministeriums für Unterricht und Kunst, Wien und 1996 der Tiroler Landespreis für Kunst.
Ab April 2010 arbeitet und lebt Paul Engel für ein Jahr als Stipendiat im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg.
Paul Engel
© Paul Engel

