Hartmann, Heiko Michael
Geboren 1957, wuchs H. M. Hartmann in Würzburg auf. Er studierte Rechtswissenschaft und Philosophie in Würzburg und Genf. Nach dem Rechtsreferendariat zog er nach Berlin und arbeitet seitdem als Jurist in der Bundesverwaltung (Finanzaufsicht). Eine erste Berührung mit dem Literaturbetrieb ergab sich 1996, als er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt las und dafür den 3-sat-Preis erhielt. 1997 erfolgte die erste Veröffentlichung, der Roman „MOI“. Er erschien wie die beiden nachfolgenden Romane „Unterm Bett“ (2000) und „Das schwarze Ei“ (2006) beim Carl Hanser Verlag, München. Bei der Berliner Handpresse erschienen „Der Pegnesische Blumenorden“ (1998) und „Meng Meng und Roberto“ (2001). An Veröffentlichungen in Anthologien seien „Das Osterlamm“ in „Wir Kinder dieser Erde“ (Heyne Verlag) und „Der Persilkarton“ in „Ich möchte fast alles sein“ (C. Hanser) erwähnt. Gedichte wurden im Akzente-Heft 2/99 veröffentlicht. Darüber hinaus schrieb H. M. Hartmann das Theaterstück „Glutkern und Lebensart“ (Rowohlt Theater Verlag) und das vom SWR produzierte Hörspiel „MOI“, für das er den Kurd Laßwitz-Preis erhielt. In Zusammenarbeit mit der in Japan lebenden Künstlerin Veronika Schaepers entstanden mehrere Kunstbücher: „Der Hosenverkäufer“ (Tokyo, 2001), „Do“ (Tokyo, 2004), „Ich – Wann? Wo?“ (Tokyo, 2007), „Im Hochhaus“ (Tokyo 2011).
Zuletzt ließ Hartmann sich von seiner Tätigkeit als Jurist beurlauben. Zur Situation eines Schriftstellers mit bürgerlichem Beruf äußerte er sich unter dem Titel „Literaten und Juristen – Brauchen Schriftsteller einen Beruf?“ in „Literatur, Recht und Kunst“ (Berliner Wissenschafts-Verlag, 2008). Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

