Zarev, Vladimir

Vladimir Zarev wurde 1947 in Sofia geboren. Nach dem Studium der bulgarischen Philologie an der Universität Sofia begann er seine Tätigkeit als freier Schriftsteller und debütierte bereits 1972 als Erzähler mit dem Band „Aufruhr der Gefühle“. Parallel war Zarev als Redakteur bei der literarischen Vierteljahreszeitschrift „Sawremennik“ („Zeitgenosse“) tätig, die er in den neunziger Jahren vor der Einstellung bewahrte und heute als Chefredakteur leitet.

Als erster bulgarischer Autor verarbeitete Zarev die Ereignisse der politischen Wende von 1989 in den beiden Romanen „Verfall“ (2003) und „Welten“ (2005) - zum einen in der Darstellung der charakteristischen Motive der sozialen, gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Wende und zum anderen in der Einbringung der drastischen Entwicklungen in der bulgarischen Sprache, die hier zum ersten Mal literarisch verwendet wurde. „Verfall“ gilt als der erfolgreichste Roman in Bulgarien nach der osteuropäischen Wende und erschien im März 2007 in deutscher Übersetzung beim Verlag Kiepenheuer & Witsch. Der erste Band von Zarevs erster großer Roman-Trilogie, in denen hundert Jahre bulgarischer Geschichte und Mentalitätsgeschichte sich spiegeln, wird derzeit für einen Verlag der Hanser-Gruppe übersetzt. Zarev ist Autor von insgesamt zehn Romanen, mehreren Erzählbänden, einem Gedichtband und zwei Sachbüchern.

Das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia war für Vladimir Zarev im Stipendiatenjahr 2008/09 Herberge und Wirkungsstätte.

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Vladimir Zarev

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