Michael Wildenhain

Michael Wildenhain, geboren 1958 im Westteil Berlins, arbeitet nach einem Maschinenbaupraktikum, Wirtschaftsingenieur-, Philosophie- und Informatikstudium heute als freier Schriftsteller. Neben Romanen, Gedicht- und Erzählbänden schrieb er auch Theaterstücke, die u.a. in Dresden, Berlin und Heilbronn auf die Bühne gebracht wurden. 2007 erschien  sein Gedichtband Die schönen scharfen Zähne der Koralle in der Edition Villa Concordia. Viele seiner Texte setzen sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit dem Berlin der 1970er und 1980er Jahre auseinander, die geprägt waren von den Anschlägen und Geiselnahmen der RAF und den Reaktionen der Staatsgewalt darauf sowie von den Versuchen der autonomen und Hausbesetzerszene, Freiheit und Selbstbestimmung gegenüber dem Staat durchzusetzen. Zwei Jahre lang lebte Michael Wildenhain selbst in besetzten Berliner Häusern. Zu den ihm bereits verliehenen Auszeichnungen zählen Ernst-Willner-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, der Leonce-und-Lena-Förderpreis, der Alfred-Döblin-Preis, das Villa-Massimo-Stipendium in Rom, das Stipendium des Künstlerhauses Worpswede und der Tankred-Dorst-Drehbuchpreis. Seit 2004/05 hat er eine Gastprofessur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig inne. 2004 übernahm er eine Gastprofessur am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Im Jahrgang 2005/2006 war er Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia. In dieser Zeit begeisterte er u.a. zahlreiche Schülerinnen und Schüler fränkischer Gymnasien mit Lesungen und publizierte unter dem Titel Niemand würde jemals schneller laufen als wir Erzählungen sowie Auszüge aus einigen seiner bisher erschienenen Romane im 12. Leseheft der Reihe „Oberfanken liest“. Nach seinem Bamberger Aufenthalt nahm er 2006 ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds in London wahr.