Vesper, Guntram
Guntram Vesper, geboren 1941 im sächsischen Frohburg, übersiedelte 1957 in die BRD. Dort war er zunächst Hilfsarbeiter und Heimschüler. Später studierte er. Heute lebt er als Schriftsteller und Privatgelehrter in Göttingen und Reiskirchen am Vogelsberg.
Er schreibt Lyrik, Prosa, Hörspiele und Essays für den Rundfunk. Darüber hinaus arbeitet er als Zeichner, Herausgeber und gelegentlich auch als Kritiker. Daneben forscht er zur Sozial- und Kriminalgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Guntram Vesper ist Mitglied des PEN, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz sowie – als Gründungsmitglied – der Freien Akademie der Künste in Leipzig. Er wurde u.a. mit dem Märkischen Kulturpreis (1983), dem Förderpreis Literatur des Berliner Kunstpreises (1984), dem Peter-Huchel-Preis (1985) und dem Prix Italia (1987) ausgezeichnet. 1997 war er Stadtschreiber von Dresden; 1999 lebte er neun Monate auf dem Künstlerhof Schreyahn im Hannoverschen Wendland. 2000/2001 war er Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg. Überdies übernahm er Gastprofessuren und Poetikdozenturen an den Universitäten in Mainz, Essen, Kassel und Leipzig sowie an Universitäten in den USA und Kanada.
Während seines Bamberger Aufenthaltes stellte Guntram Vesper eine Textsammlung für das 1. Leseheft – Der Riss durch die Erinnerung – des Projektes „Oberfranken liest“ zusammen.

