Holbein, Ulrich

Ulrich Holbein wurde am 24.01.1953 in Erfurt geboren. Er studierte Sozialpädagogik in Darmstadt sowie freie Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Kassel. Nach mehreren Tätigkeiten in diesen Bereichen arbeitet er seit Ende der 70er Jahre ausschließlich als freier Schriftsteller.

Unter seinen unzähligen Publikationen finden sich Essays, Kolumnen und Romane wie auch Hörspiele und Radiosendungen. Er verfasst regelmäßig Glossen u.a. für Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung wie auch für die Monatszeitschrift konkret. Darüber hinaus teilt er sich in seinem Netztagebuch „Ulyversum“ und im taz-blog „Narratorium“ mit.

Holbein spielt facettenreich, eigenwillig, phantasievoll und oft mit einem satirischen Grundton mit der Sprache und den Worten, strukturiert diese neu und präsentiert darüberhinaus seine umfassende Bildung. Auf diese Weise schuf er z.B. den Roman „Isis entschleiert“ (Elfenbein Verlag, Heidelberg 2000), in dem er nur mit Zitaten aus der Literatur, dem Film, dem Volksmund oder sonstigen, auch eigenen, Texten arbeitet und diese zu einer kompletten Geschichte verknüpft.

Jüngst erschien ein weiteres aufwendiges Werk: Im „Narratorium“ (Amman Verlag, Zürich 2008) porträtiert er in Art einer Enzyklopädie 255 bekannte Persönlichkeiten und bringt deren vermeintliches Narrentum auf den Punkt.

Ulrich Holbein erhielt für sein Werk u.a. den Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik (1984), 1992 das Arno-Schmidt-Stipendium und den Ernst-Willner-Preis, 1993 den Hugo-Ball-Preis, sowie 1994 das Märkische Stipendium für Literatur. 2009 wurde er mit dem Ben-Witter-Preis ausgezeichnet.

Von April 2009 an wird Ulrich Holbein nun für ein Jahr Stipendiat im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia sein und hier leben und arbeiten.

zurück