Caritas in Zahlen

Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e. V. vertritt und berät als Spitzenverband seine Gliederungen und korporativen Mitglieder. Diese betreiben in der Erzdiözese 823 Dienste und Einrichtungen in den Bereichen Gesundheits-, Kinder- und Jugend-, Familien-, Alten- und Behindertenhilfe/Psychiatrie. Insgesamt verfügen diese Dienste und Einrichtungen über 28.428 Betten/Plätze und betreuen 191.759 Klienten/Betreute/Schüler. In den Diensten und Einrichtungen sind über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon über 8.000 Frauen. In Leitung und Verwaltung sind rund 10% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, in der Hauswirtschaft und –technik 15% und in der unmittelbaren Pflege, Beratung, Erziehung und Betreuung 75%. (Quelle Zentralstatistik des DCV von 2012). In drei beruflichen Schulen für Sozialpädagogik und Altenpflege bildet der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e. V. über 500 Studierende bzw. Schüler aus.

Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e. V. versteht sich außerdem „als Anwalt der Benachteiligten und Hilfebedürftigen“, deren „Interessen im sozialen und gesellschaftspolitischen Bereich“ er vertritt. Neben der Hilfe für die rund 200.000 Menschen in und durch die Dienste und Einrichtungen unterstützt der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg Menschen in Notlagen mit individuellen Zuwendungen aus seinen Hilfsfonds in Höhe von über 70.000 Euro jährlich.

Zudem ist er Akteur in der sozial- und gesellschaftspolitischen Diskussion. Dies geschieht v.a. durch verschiedene Projekte, Stellungnahmen in der Öffentlichkeit und Fachtage (in 2015/ 2016 z.B.: „DiCV-QuM Konferenz“, „Wohnen & Soziales: Auftakt zum Zusammenspiel der Ressorts“, „Führung zwischen betriebswirtschaftlicher Ausrichtung und solidarischer Gemeinschaft“, „Migration: Von der Nothilfe zu einem Miteinander – Perspektiven für ein gelingendes Zusammenleben“, „Nur was ich schätze, kann ich schützen - Umgang mit dem Thema Sexualität in Einrichtungen der Caritas“).

Um seine beiden Grundaufträge Interessenvertretung und Anwaltschaft erfüllen zu können, ist die Caritas in der Erzdiözese Bamberg auf die Solidarität der ehrenamtlich bzw. bürgerschaftlich Engagierten und auf zahlreiche persönliche Mitglieder angewiesen. Während die Zahl der persönlichen Mitglieder seit Jahren rückläufig ist, bleibt die Zahl der Ehrenamtlichen konstant bzw. nimmt bei akuten Herausforderungen – wie aktuell bei der Zuwanderung von Flüchtlingen – deutlich zu. 2015 betrug die Zahl der persönlichen Mitglieder bei den Stadt- und Kreiscaritasverbänden 5.521 und die der Ehrenamtlichen 2.981. Hinzu kommen die zahlreichen Mitglieder und ehrenamtlich Tätigen in den Fachverbänden und Pfarrgemeinden. Insgesamt kann man von 10.000 Ehrenamtlichen im gesamten Feld der Caritas in der Erzdiözese ausgehen. Auf jeden Hauptamtlichen kommt also ein Ehrenamtlicher.

Zur Finanzierung der zahlreichen nicht entgeltfinanzierten Aufgaben der Caritas und für die verschiedenen Unterstützungsfonds für Hilfsbedürftige stellt die Erzdiözese Bamberg jedes Jahr erhebliche Mittel aus den Kirchensteuereinnahmen zur Verfügung. Im Jahr 2015 waren dies 22,18 Millionen Euro bzw. 12,5 % des diözesanen Gesamthaushaltes.