Warum benötigt die Kindererholung Spenden?

Das Diagramm zeigt, wer welchen Anteil an den Gesamtkosten der Kindererholungen 2009 übernahm.

Vollbild

Die Angebote der Caritas-Kindererholung, zu deren Unterstützung der Caritas-Ball beitragen will, richten sich an – meist gesundheitlich angeschlagene – Kinder aus materiell bedürftigen und sozial benachteiligten Familien. Jährlich nehmen 200 bis 250 Kinder an dieser – vom Diözesan-Caritasverband zu einem großen Teil aus Eigenmitteln finanzierten – Kombination aus Gesundheitsmaßnahme und pädagogisch betreuter Freizeit teil.

Für die zwei- bis dreiwöchigen Aufenthalte sucht die Caritas Reiseziele mit besonders günstigem Klima aus. Wichtige Aufgabe der Kindererholung ist es, Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Allgemeinbefinden der Kinder zu fördern. Einseitige und Mangelernährung, kombiniert mit Bewegungsmangel, sind häufige Beweggründe für eine Kindererholung. In den ärztlichen Attesten finden sich aber auch regelmäßig Diagnosen wie chronische Erkrankungen, Infekte, Bronchialasthma, Neurodermitis, Kleinwuchs, Akne, Ekzeme, Heuschnupfen, Migräne, Übergewicht, Untergewicht und Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom.

Viele der Kinder kommen aus belasteten Familienverhältnisse mit Problemen wie Tod eines Elternteils, Scheidung der Eltern oder Langzeitarbeitslosigkeit eines oder beider Elternteile. Etliche Kinder lernen erstmals einen geregelten Tagesablauf, feste Mahlzeiten und ungestörte Bettruhe kennen. Neben Sport und Bewegung ist daher auch gesunde und ausgewogene Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Kindererholung. Andere Kinder müssen sich soziale Fähigkeiten wie Rücksichtnahme und Teamgeist erst aneignen. Dazu kommt, dass immer mehr Familien mit materiellen Problemen konfrontiert sind.

Dem wachsenden Bedarf an Caritas-Kindererholung steht die immer schwieriger werdende Finanzierung gegenüber. Die Gesamtkosten der Kindererholung beliefen sich 2009 auf knapp 100 000 Euro. Krankenkassen und Jugendämter trugen rund 42 % der Kosten, Eltern gerade einmal 27,5 %. Denn oft sind Eltern nicht in der Lage, den Erholungsaufenthalt für ihr Kind zu bezahlen oder einen Eigenanteil aufzubringen. Daher musste der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg auch 2009 über 13.000 Euro der Gesamtkosten aus Eigenmitteln finanzieren. Kreis-Caritasverbände schossen 9.000 Euro und Pfarreien 5.500 Euro zu.

Informationen zu einzelnen Kindererholungsmaßnahmen finden Sie hier auf unserer Homepage.