Stromspar-Check

Die Energiesparberaterin hilft, die Stromkosten zu senken - etwa indem man herkömmliche Glühbirnen gegen Stromsparlampen austauscht.

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Armut bekämpfen, Umwelt schonen

Die Energiekosten privater Kunden sind in den letzten Jahren rapide gestiegen. 100 bis 140 Euro mehr muss ein Haushalt allein für Strom aufbringen. Kosten, die Familien mit geringem Einkommen schlicht überfordern.

Das merkt die Allgemeine Soziale Beratung der Caritas. Bei den rund 10.000 Personen, die jährlich diese Beratungsstellen im Erzbistum Bamberg aufsuchen, stehen finanzielle Probleme im Vordergrund. Energieschulden gehören meist dazu. Im monatlichen Regelsatz des Arbeitslosengeldes II sind lediglich 8 % für Haushaltsenergiekosten, Strom, Gas und Instandhaltung vorgesehen. Das sind umgerechnet 22,13 Euro. Leider finden viele Familien den Weg zur Caritas erst, wenn die Stromsperre droht.

Ihre Probleme nachhaltig in den Griff bekommen die Familien nur, wenn sie Energie einsparen. Dazu gibt ihnen das Projekt „Stromspar-Check“ Hilfestellung. Es ist im Erzbistum bislang in Forchheim (durch den Kreis-Caritasverband) und in Fürth (durch die kirchliche Beschäftigungsinitiative "mitarbeiteren", an der der dortige Caritasverband beteiligt ist) umgesetzt.

Caritas-Energieeinsparhelfer kommen in den Haushalt und messen den Verbrauch an Wasser und Strom. Sie notieren die Werte und stufen sie in eine Skala von „sparsam“ bis „sehr hoch“ ein. So kann die Familie ihren Verbrauch mit dem anderer Haushalte vergleichen. Die Einsparhelfer suchen Sparmöglichkeiten und geben Tipps, wie sich der Verbrauch von Strom, Wasser und auch Heizenergie senken lässt. Haushalte mit geringem Einkommen erhalten ein Starterpaket mit Energiesparlampen, Steckdosenleisten und Sparduschen. Nach einem Jahr wird der Erfolg der Beratung überprüft.

Die Energiesparhelfer sind Langzeitarbeitslose. Sie werden für ihren Einsatz in den Haushalten geschult und verbessern so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Das Projekt schlägt also drei Fliegen mit einer Klappe: Einkommensschwache Familien können dauerhaft ihre finanzielle Lage verbessern. Gleichzeitig werden sie für die Bewahrung der Umwelt und den schonenden Umgang mit knapper werdenden Rohstoffen sensibilisiert. Arbeitslose erhalten die Chance auf Rückkehr in einen Beruf. Und im Endeffekt profitiert auch die Umwelt. Denn die Senkung des Energieverbrauchs vermindert auch den Ausstoß von CO² und dient so dem Klimaschutz.

Während die Ausbildung der Energieeinsparhelfer durch die Arbeitsagenturen finanziert wird, benötigt die Caritas Spender, die ihnen den Kauf der Starterpakete ermöglichen. Wenn Sie also bedürftigen Mitmenschen helfen, Arbeitslosigkeit bekämpfen und die Umwelt schützen wollen, spenden Sie bitte für das Projekt „Stromspar-Check“. Bereits eine Spende von 25 Euro erlaubt uns die Anschaffung eines Starterpakets!

Spenden unter Stichwort: Stromspar-Check