Ehrenamt

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Richtlinien für ehrenamtliche Arbeit im Caritasverband Forchheim

Auf der Grundlage seiner Konzeption „ehrenamtliches Engagement“ setzt der Caritasverband für den Landkreis Forchheim nachfolgende Richtlinien in Kraft.

§ 1 Geltungsbereich

Die vorliegenden Richtlinien gelten für alle Dienste des Caritasverbandes für den Landkreis Forchheim e. V.

§ 2 Gewinnung von Ehrenamtlichen

Für die zeit- und sachgemäße Erfüllung des kirchlichen Auftrages ist es erforderlich, dass auf allen Ebenen und in allen Arbeitsbereichen Jugendliche, Frauen und Männer für ehrenamtliche Mitarbeit gewonnen werden sowie ihre ehrenamtliche Tätigkeit anerkannt und gewürdigt wird.

§ 3 Beauftragung zu ehrenamtlicher Tätigkeit

(1) Aufgaben und Zuständigkeiten sowie der örtliche, zeitliche und finanzielle Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit bedürfen der vorherigen Absprache und Festlegung mit den Ehrenamtlichen. Diese sind über ihre Rechte und Pflichten zu informieren.

(2) Die Beauftragung kann mündlich oder schriftlich vereinbart werden. In einer solchen Vereinbarung sollen insbesondere der Aufgabenbereich, der zeitliche Rahmen, die Dauer der Tätigkeit und ein eventueller Auslagenersatz geregelt sein.

(3) Beauftragung und Einführung sowie die Verabschiedung der Ehrenamtlichen werden in angemessener Form vorgenommen und bekannt gegeben.

(4) Menschen, die ehrenamtlich beim Caritasverband tätig sein wollen, haben einen Anspruch auf Einarbeitung. Ebenfalls haben sie einen Anspruch auf Fortbildung und können an Maßnahmen, welche ihre Spiritualität befördern teilnehmen. Dies sind u.a. Exerzitien, Besinnungstage, etc.

§ 4 Vertretung der Ehrenamtlichen

Ehrenamtliche erhalten die Möglichkeit ihre Interessen im Caritasverband zu vertreten.

Jährlich soll eine Versammlung der Ehrenamtlichen im Caritasverband stattfinden und eine/n Sprecher/Sprecherin wählen.

§ 5 Finanzierung und Auslagen

(1) Ehrenamtliche Tätigkeit ist unentgeltlich.

(2) Die Caritasstellen verpflichten sich im jeweiligen Haushaltsplan Mittel für die Arbeit mit Ehrenamtlichen vorzusehen.

(3) Ehrenamtliche haben, nach vorheriger Absprache, Anspruch auf Ersatz der im Rahmen ihrer Tätigkeit und für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen erforderlich gewordenen Auslagen, z. B. Telefon- und Portokosten, Arbeitsmaterial- Hilfen, Fahrtkosten.

§ 6 Versicherungs- und Rechtsschutz

(1) Ehrenamtliche genießen während der Ausübung ihrer Tätigkeit im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und der für den Bereich des Caritasverbandes Forchheim abgeschlossenen Sammelversicherungsverträge Versicherungsschutz.

(2) Wird im Zusammenhang mit der Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeit Rechtsberatung erforderlich, sind Ehrenamtliche berechtigt, sich an die zuständigen Stellen des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg / oder des Erzbischöflichen Ordinariates Bamberg zu wenden. Wird darüber hinausgehender Rechtsschutz erforderlich, können auf Antrag die dafür notwendigen Kosten übernommen werden. Ob die entsprechenden Stellen des Ordinariates angerufen werden, entscheidet der Caritasverband Forchheim.

§ 7 Verpflichtung zur Verschwiegenheit

Ehrenamtliche haben über alle Angelegenheiten die ihnen in Ausübung ihrer Tätigkeit bekannt geworden sind und die ihrer Natur nach oder infolge besonderer Anordnungen vertraulich sind, Verschwiegenheit zu bewahren, auch über die Dauer ihrer Beauftragung hinaus.

§ 8 Ehrungen

Ehrenamtliche sind gemäß der dafür vorgesehenen Ordnung des Caritasverbandes zu ehren. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit der individuellen Anerkennung.

Versicherungsschutz

Versicherungsschutz für ehrenamtliche Mitarbeiter des Caritasverbandes für den Landkreis Forchheim e. V. (CV-Fo)

Ehrenamtliche Mitarbeiter, die für den CV-Fo oder unter seiner Trägerschaft stehenden Einrichtungen, ehrenamtlich tätig sind, sind bei der Ausübung dieses Ehrenamtes versichert:

Der Versicherungsschutz umfasst die Gefahrenbereiche

  • Haftpflicht
  • Unfall
  • Dienstfahrten

1. Haftpflichtversicherung

Die Leistung der Haftpflichtversicherung besteht in der Freistellung des versicherten Ehrenamtlichen von Schadenersatzforderungen, die aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts an ihn gestellt werden.

Die Versicherungssummen betragen für jedes einzelne Schadensereignis

3.000.000 € für Personen-, Sach- und/oder Vermögensschäden.

Nicht versichert sind

  • Eigenschäden – Schäden, die sich ein Versicherter selbst oder der Einrichtung, für die er tätig war, zugefügt hat.
  • Schäden beim Gebrauch von Kraftfahrzeugen – dafür ist generell die Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig,
  • vorsätzlich verursachte Schäden.

2. Gesetzliche Unfallversicherung

Ehrenamtlich Tätige sind bei der Ausübung der Tätigkeit im CV-Fo. durch die gesetzliche Unfallversicherung (BGW - Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst u. Wohlfahrtspflege) versichert.

Information über Versicherungsschutz und Leistung befinden sich in der Anlage "Gesetzliche Versicherung für Ehrenamtliche".

3. Dienstfahrt-Fahrzeugversicherung

Als Dienstfahrt sind grundsätzlich alle notwendigen Fahrten, die Haupt- und Nebenamtliche im Rahmen der Reisekostenverordnung, sowie Ehrenamtliche im ausdrücklichen Auftrag des Dienstvorgesetzten und im Interesse der Caritasverbandes Forchheim durchführen. Versichert sind Schäden an Privat-Kfz, die zu Dienstfahrten verwendet werden.

Die Leistung der Dienstfahrzeugversicherung besteht in Form einer Vollkaskoversicherung und einer Teilkaskoversicherung jeweils ohne Selbstbeteiligung im Schadenfall.

Nicht versichert sind:

  • die mit dem Fahrzeugschaden verbundenen Kosten, wie Nutzungsausfall, Mietwagen, Unkostenpauschale u.ä.
  • Haftpflichtschäden und des daraus resultierenden Rabattverlustes in der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung.

Besonderheiten zur Dienstfahrt-Fahrzeugversicherung

  • Schadenanzeigen sind stets über den Caritasverband Forchheim zu senden, dieser bestätigt, daß der Schadenfall bei einer Dienstfahrt eingetreten ist und leitet die Anzeige an den Diözesan-Caritasverband nach Bamberg weiter.
  • Der Versicherte ist verpflichtet, in der Schadensanzeige Auskunft über eine anderweitig für das Fahrzeug bestehende Fahrzeugversicherung unter Angabe des Versicherungsnehmers, der Versicherungsscheinnummer und der Höhe einer etwaigen Selbstbeteiligung zu erteilen.

Allgemein ist bei Schadenfällen zu beachten:

  • Schäden sind immer unverzüglich zu melden!
  • Bei Haftpflichtschäden darf kein Schuldanerkenntnis abgegeben werden!
  • Bei Dienstfahrtfahrzeugschäden darf ein Gutachten nur nach Absprache mit der zuständigen Schadenabteilung der Versicherungskammer Bayern in Auftrag gegeben, sowie bei Schäden an geparkten Fahrzeugen ist unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden, eine polizeiliche Meldung erforderlich und der Schadenanzeige beizufügen.

Ein Schadenfall ist beim Caritasverband anzugeigen. Dort erhält man die notwendigen Schadenformulare, die dann ausgefüllt und unterschrieben an den Caritasverband zurückgesandt werden, der diese dann an die zuständige Stelle zur Bearbeitung in der Versicherungskammer Bayern (Versicherer) weiterleitet.

(Stand: Januar 2015)