Hospizhelfer

Die Koordinationsstelle „Christlicher Palliativdienst“ wird maßgeblich von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen. Die Hospizhelferinnen und Hospizhelfer des Christlichen Palliativdienst Forchheim kommen sowohl aus Forchheim als auch aus den umliegenden Ortschaften. Die ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Hospizhelfer haben Familie und Beruf und stehen mitten im Leben. Alle Hospizhelfer arbeiten ehrenamtlich, also ohne Entgelt. Sie engagieren sich, weil sie etwas dazu beitragen möchten, dass wir liebevoll und achtsam miteinander leben. Die Hospizhelfer sind nicht an eine Kirche gebunden. Der Christliche Palliativdienst respektiert jeden Glauben und natürlich auch diejenigen, die keinen haben.  

Alle Hospizhelfer haben eine besondere Ausbildung gemacht, die sie für ihre anspruchsvolle Aufgabe vorbereiten soll. Die Ausbildung ist in einen Grund- und Aufbaukurs unterteilt und beinhaltet ein Praktikum in der ambulanten Pflege. Der Grundkurs dient der Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen zu den Themen Leben, Sterben, Tod, Trauer, Verlust. Nach dem Grundkurs führt die Koordinatorin mit allen Interessenten für den Aufbaukurs ein Gespräch über die Motivation und die Eignung als ehrenamtlicher Hospizhelfer. Im Aufbaukurs, der die Teilnehmer zu Hospizhelfern ausbildet, geht es schwerpunktmäßig um die Vermittlung von praktischen Fähigkeiten für die Begleitung von sterbenden Menschen und deren Angehörige. Hier werden sie darauf vorbereitet, mit Menschen in der Sterbephase zu sprechen, ihnen zuzuhören oder mit ihnen zu schweigen. Dieser Kurs ist nicht einfach, verlangt er doch von seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich mit dem eigenen Tod auseinander zu setzen, mit Menschen in Angst in Verbindung zu treten und den letzten Abschied nicht nur zu ertragen, sondern als natürlich gegeben hinzunehmen.  

Die Begleitung der ehrenamtlichen Hospizhelfer hat im Christlichen Palliativdienst einen großen Stellenwert. Wer sich ehrenamtlich engagiert, der soll sich bei seiner Arbeit als Hospizhelfer wohl fühlen und Anerkennung erfahren. Um dies zu erreichen werden von der Koordinatorin regelmäßige Gesamttreffen einberufen. Diese sollen dem fachlichen Austausch dienen und zur Schaffung einer angenehmen Arbeitsatmosphäre beitragen sollen. Neben diesen Gruppentreffen, besteht für die ehrenamtlichen Hospizhelfer die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit der Koordinatorin und auf Wunsch auch Supervision durch unabhängige Experten. 

Aus dem Amt als ehrenamtlicher Hospizhelfer ergeben sich sowohl Rechte als auch Pflichten. Eine gewisse Verbindlichkeit der Einsätze, auch als ehrenamtlicher Mitarbeiter, ergibt sich aus der Tatsache, dass es sich bei diesem Engagement um die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen handelt. Sterben folgt keinen zeitlichen Vorgaben und es kann notwendig werden, dass der Umfang der Begleitung, je nach Situation, angepasst werden muss.

Die Aufgaben der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Christlichen Palliativdienst orientieren sich an den Fähigleiten und Interessen der Menschen, die sich engagieren wollen. In Absprache mit der Koordinatorin können z. B. Bürodienste, Öffentlichkeitsarbeit oder andere Aufgaben übernommen werden.


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Ausschreibung Grundkurs Hospizhelfer Herbst 2010 1.818 KB
Anmeldeformular Grundkurs Hospizhelfer Herbst 2010 17 KB