Unsere Räume

Licht, Farben, Schatten

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"Der Raum als dritter Erzieher / dritte Erzieherin"

Die Reggio-Pädagogik versteht den Raum als „dritten Erzieher“. Durch eine Umgebung, welche den Lebensrealitäten der Kinder und Jugendlichen angepasst ist, werden sie zum Lernen, Entdecken und Experimentieren angeregt. Die Räume sind altersspezifisch gestaltet. Folgende Aspekte werden berücksichtigt:

Ästhetik

Durch eine harmonische Raumgestaltung und ansprechende Spiel- und Arbeitsmaterialien wird die Lernneugierde des Kindes geweckt. Bei der Auswahl von Bildern, Gegenständen und zentralen Elementen des Raums wird dem künstlerisch-ästhetischen Aspekt eine große Rolle beigemessen. Außergewöhnliche Materialien, interessante Gegenstände und das harmonische Zusammenspiel der gesamten Gestaltung gehören grundlegend zum Raumkonzept.

Ordnung und Transparenz

Der gesamte Raumeindruck soll Transparenz und Ordnung vermitteln. Kreativität im Denken und Gestalten benötigt räumliche Ordnung. Dieser räumlichen Ordnung kommt im Zusammenhang mit Kreativität eine wichtige Rolle zu. Sie umfasst das Material, die Möbelanordnung, die Sauberkeit, die Vollständigkeit und die Übersichtlichkeit. Ergänzend sollen die Materialien für die Kinder „erreichbar“ und somit frei zugänglich sein.

Die Verwendung von Glas und durchsichtigen Materialien ist ein Element, welches den Aspekt der Transparenz verdeutlicht. Die Offenheit nach außen und die Transparenz der pädagogischen Arbeit werden in der Raumgestaltung materialisiert und sichtbar.

Der gezielte Einsatz von Spiegeln bietet den Kindern und Jugendlichen nicht nur die Chance mit Raum und Weite in Beziehung zu treten und mit ihm zu „spielen“, sondern legt auch die Grundlage zur Schaffung eines Selbstkonzeptes. Besonders im Krippen- und Kindergartenbereich ist der Einsatz von Spiegeln für die Kinder faszinierend zur Erfahrung des Selbst. Für die Kinder und Jugendlichen im Hort spielt der Spiegel in der beginnenden Adoleszenz eine fundamentale Rolle zur Unterstützung des Selbstkonzeptes.

Rückzugsmöglichkeiten und Orte der Begegnung

Die Räume sollen Kindern und Jugendlichen sowohl die Möglichkeit bieten, sich alleine zurück zu ziehen, wie auch Begegnungen für Kleingruppen ermöglichen. Zusätzlich bieten wir Räume mit speziellen Schwerpunkten an: Ruheräume, Leseecken und Nischen laden zum Rückzug ein oder schaffen Möglichkeit für Begegnungen. Für junge Kinder sind die Aspekte des Perspektiv-Wechsels und die Möglichkeit in die Beobachtersituation zu gehen berücksichtigt.

Impulse

Einsatz von Impuls-Gegenständen, dies können sein: Gegenstände mit Geschichte, Dinge, die zum Erforschen motivieren, Möbel, die eine „Geschichte erzählen“, Elemente, die als Blickfang fungieren. Diesen Impuls-Gegenständen wird entweder zeitlich eine zentrale Stellung im Raum gegeben oder sie gehören als Spannungs-Element fest zum Inventar.

Das Atelier

Das Atelier ist der Dreh- und Angelpunkt des Kinderhauses. Hier finden die Kinder und Jugendlichen vielfältige Materialien, mit denen sie kreativ arbeiten können. Das Ordnungsprinzip hilft ihnen sich im Raum und innerhalb der vielfältigen Materialangebote zu orientieren. In den Gruppen der Kinderkrippe und des Hortes sind zusätzliche Miniateliers zu finden.

Räume für Bewegung und Turnhalle

Kinder verfügen über ein großes Bewegungsbedürfnis, welchem sie im Kinderhaus nachgehen können. Junge Kinder suchen nach der Balance zwischen Sicherheitsbedürfnis und Explorationswunsch. Kindergartenkinder weiten ihren Explorationskreis immer weiter aus. Den jeweiligen Entwicklungsstadien versucht das Kinderhaus in vielfältiger Weise gerecht zu werden.Die Gruppenräume selbst sind großzügig geschnitten und bieten viel Platz zum freien Bewegen. Durch das Kinderrestaurant befinden sich weniger Tische und Stühle in den Gruppenräumen, was zusätzlichen Raum für Bewegung schafft. Ergänzend nutzen wir die Turnhalle und Flure als Bewegungsmöglichkeiten und Orte der Begegnung. Für die Krippenkinder sind in den Gruppenräumen Bewegungsmöglichkeiten vorhanden, die sie anregen sich auf verschiedenste Weise zu bewegen.

Das Kinderrestaurant

Das Kinderrestaurant stellt für Kindergarten und Hort einen besonderen Begegnungsraum zur „Kontaktpflege“ dar. Sie treffen hier Kinder und Jugendliche aus anderen Gruppen. Das Kinderrestaurant bietet jedem Kind die Möglichkeit, sich Zeit und Gesprächspartner frei zu wählen. Im Kinderrestaurant herrscht eine ansprechende Atmosphäre, die durch die Selbstständigkeit der Kinder (z.B. Kinder nehmen ihr Essen selbst) und eine angenehme Essenskultur gefördert wird.

Der Gruppenraum

Der Gruppenraum ist vergleichbar mit einer „Basisstation“ und bietet die Möglichkeit zwischen Geborgenheit und Freiraum zu wählen. Beide Aspekte finden sich in der Gestaltung der Gruppenräume wieder. Die Gruppenräume weisen multifunktionale Elemente auf und machen den Kindern weitere Angebote für ihre altersspezifischen Entwicklungsbereiche. Den Kindern werden Ebenen für Rollenspiele zur Verfügung gestellt und es sind Ecken zum Bauen und Konstruieren vorhanden. Sie wählen selbst zwischen Gemeinschaft und Rückzug.

Der Computerraum

Ein großzügiger Computerraum steht den Vorschul- und Hortkindern sowohl zur Erledigung der Hausaufgaben, wie auch zur Nutzung in der Freizeit zur Verfügung. Neben der Chancengleichheit und Integration der Kinder und Jugendlichen steht die Vermittlung von Medienkompetenz im Mittelpunkt des pädagogischen Konzeptes des Raums.

Der Nassbereich und das Kleinkind-Badebecken

Der Krippenbereich ist mit einem Kleinkind-Badebecken ausgestattet. Zwei bis drei Kinder finden darin Platz und können gemeinsam das Element „Wasser“ erleben. Der gesamte Badbereich der Krippengruppen bietet Gelegenheit für Körper- und Sinneswahrnehmung und motiviert zum Experimentieren.

Das Kinderlabor

Die Kinder werden im Labor dabei unterstützt, vielfältige Zugänge zu naturwissenschaftlichen Themen zu erlangen. Durch das eigenständige und angeleitete Forschen erlernen die Kinder naturwissenschaftliche Phänomene bewusst wahrzunehmen, eigene Hypothesen aufzustellen, diese zu überprüfen und sich die Welt daraus zu erschließen. Im Kindergarten ist hierfür ein „Forscherlabor“ eingerichtet, welches mit interessanten Materialien (Messbecher, Lupen, Magneten, Mikroskop, Alltagsgegenständen, etc.) ausgestattet ist, um den natürlichen Forscherdrang der Kinder anzuregen. DieErzieherInnen erzeugen eine Atmosphäre der Offen- und Freiheit und regen die Kinder durch gezielte Fragen dazu an, nach Lösungen und Erklärungen zu suchen. Das Kinderhaus ist eine ihm Rahmen der Bundesinitiative "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert.

Der Entspannungsraum

Im Entspannungsraum können die Kinder und Jugendlichen Ruhe finden und sich zurückziehen. Hier finden Entspannungsangebot statt und stehen Hörbücher zur Verfügung. Dieser Raum bildet einen ruhigen Pool zum sonst offenen Raumkonzept.

Das Dunkelzimmer

Im Dunkelzimmer können die Kinder mit Licht und Schatten experimentieren. Verschiedene Lichtquellen, wieein Diaprojektor ein Tageslichtprojektor und der Leuchttisch stehen den Kindern zur Verfügung. Mit Taschenlampen, Spiegeln und verschiedenen Legematerialienkönnen sich die Kinder mit den PhänomenenLicht, Schatten und Dunkelheit auseinanderzusetzen.

Das Bauzimmer

Im Bauzimmer steht das „Bauen und Konstruieren“ im Mittelpunkt. Neben vielen unterschiedlich geformten Holzklötzchen- und Plattenstehen den Kindern dort auch naturnahe Materialien,Pappbecher oder lange Schläuche zur Verfügung. Mit ergänzendem Material ist es ihnen möglich die Bauwerke zu beleben (Holzbäume), zu bespielen (Figuren, Autos, Tiere) oder zu gestalten (Glassteine, Holzscheiben).