Pädagogische Grundlagen und Ziele

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Vollbild

Die Pädagogischen Grundlagen unserer Arbeit im Familienzentrum sind der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), das Leitbild des Trägers, Caritasverband Nürnberg, das Leitbild der Einrichtung, Kinder- und Jugendhaus Stapf, sowie unsere Konzeption.

Wir gehen in unserer Arbeit von einem positiven Menschenbild und von einem ressourcenorientierten Ansatz aus. Danach hat jedes Kind eine eigenständige Persönlichkeit und bringt seine eigenen individuellen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten mit. Nicht die Defizite, sondern die Potentiale der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist entsprechend dem BEP der Erwerb von individuumsbezogenen Kompetenzen, Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext, sowie lernmethodische Kompetenz ("Lernen wie man lernt"), die dem Kinder ermöglichen, in die Welt und in die Gesellschaft hineinzuwachsen und nach und nach ein mündiger Bürger der Gesellschaft zu werden.

Lernen

Lernen, wie man lernt, bedeutet, Kenntnisse darüber erwerben und praktisch erfahren , wie man sich Wissen aneignet, Kenntnisse über Transfer- und Anwendungsmöglichkeiten erhalten, Nachdenken über das eigene Denken und Fähigkeiten zur Beobachtung und zur Selbstregulation des Verhaltens erlernen..

Wir schaffen Grundlagen für eine anregende Lernumgebung und eine lernenden Gemeinschaft, in der sich Kinder wohl fühlen und die sie zum Austausch mit anderen einlädt. Diese Lernumgebung bietet auch die Möglichkeit zum Rückzug sowie zur Auseinandersetzung mit Lernangeboten, losgelöst von der Gruppe.

Besonders wichtig ist die Miteinbeziehung der Kinder, ihre Ideen aufzugreifen, ihnen Impulse zu geben und sie auf dem Weg ihrer Weiterentwicklung zu begleiten.

Wir bieten den Kindern nach Möglichkeit alles an, was ihnen Spaß und Freude macht und was ihre Entwicklung unterstützt. Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich dabei am Entwicklungsstand der Kinder.

In den ersten Lebensjahren steht die Sinneserfahrung beim Lernen besonders im Vordergrund. Hören, Schmecken, Sehen, Tasten und Riechen ist von großer Bedeutung, um sich und seine Umwelt wahrzunehmen.

Über all diesen Ansprüchen des Kindes steht in erster Linie unser Wunsch den anstehenden Bedürfnissen und Befindlichkeiten der Kinder gerecht zu werden. Jedes Kind soll sich so frei wie möglich entfalten können und sich liebevoll und geborgen fühlen. Besonders wichtig ist uns, die Freude des Kindes am Lernen zu unterstützen, zu fördern und zu erhalten. Es gilt Lernen nicht mit Druck, sondern mit Spaß zu fördern.

Ziele ist, dass die Kinder lernen,

  • ihre Bedürfnisse angemessen zu äußern
  • herauszufinden, was sie wollen, was sie können, was sie brauchen
  • spezielle Neigungen zu entdecken, z.B. Musik, Sport, Werken.
  • sich in der Gruppe bzw. in verschiedenen Gruppen zurechtzufinden
  • vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen
  • miteinander zu spielen
  • Konflikte zu lösen
  • Achtung und Toleranz gegenüber sich selbst und anderen zu entwickeln
  • selbstständig zu werden (beim Essen, sich selber an und ausziehen)
  • sich sprachlich auszudrücken.

Die Arbeit im Familienzentrum geht über den Auftrag der individuellen Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern hinaus. Wichtig ist auch die kontinuierliche und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern.

Daneben ist für das Familienzentrum das „Offene Arbeiten“ ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes. Umgesetzt wird dies durch die gruppenübergreifende Konzeption der Räume, die Tages-Abläufe und die Arbeit der Mitarbeiter/innen.

Im Familienzentrum haben die Kinder während der Freispielzeit die Möglichkeit sich eigenständig für Funktionsräume, Spielpartner und Materialien zu entscheiden. Jederzeit dürfen sie die Funktionsräume wechseln. In dieser Freispielzeit werden gezielte Angebote in den Funktionsräumen angeboten, an denen die Kinder freiwillig teilnehmen können.

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