Pädagogische Schwerpunkte

Selbständigkeit und lebenspraktische Fertigkeiten

In keiner anderen Lebensphase lernt der Mensch in so kurzer Zeit so viele Dinge gleichzeitig. Das Gefühl für den eigenen Körper und das Erkennen der eigenen Bedürfnisse sind Grundvoraussetzungen für die ersten Schritte in die Selbstständigkeit. Wir fördern die altersgemäße Selbständigkeit der Kinder durch viele Übungen des praktischen, täglichen Lebens. "Lernen durch Tun" ist unser Motto. Dies geschieht z. B. durch Hände waschen und abtrocknen, Zähne putzen, Töpfchen und Toiletten Benutzung, An- und Ausziehen, alleine Essen, Tisch auf -und abdecken und Aufräumen.

Inklusion

Wir sehen unser Familienzentrum als einen Ort, an dem eine Vielfalt von individuellen Persönlichkeiten zusammentrifft. Jedes Kind und jede Familie bringt ihren eigenen Hintergrund und ihre individuelle Geschichte in die Gemeinschaft von Lernenden.

Grundlage einer inklusiven Pädagogik ist das Recht aller Kinder auf gemeinsame Bildung und Erziehung. Inklusive Pädagogik orientiert sich an den individuellen Bildungs– und Entwicklungsbiografien der Kinder. Das Konzept der Inklusion betont die Normalität der Verschiedenheit von Menschen und lehnt die Vorstellung einer Ausgrenzung anhand bestimmter Merkmale ab. Voraussetzung ist eine wertschätzende Haltung der Erwachsenen gegenüber jedem Kind in seiner Individualität und dessen Familie. Dies geschieht durch ein modellhaftes Vorleben und durch einen vorurteilsfreien Austausch.

Kindermitbestimmung

Kindermitbestimmung verändert die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern und stellt das Handeln mit den Kindern in den Mittelpunkt. Damit die Beteiligung kleiner Kinder gelingen kann, müssen auch die Erwachsenen bereit und kompetent sein, sich zu beteiligen.

Eine gelingende Mitbestimmung der Kinder erhöht deren Identifikation mit der Einrichtung, in der die Kinder tagtäglich ein- und ausgehen. Außerdem werden die Kinder mit den Regeln der Demokratie vertraut gemacht und erfahren somit frühe politische Bildung. Das Alter spielt für die Beteiligungsform eine Rolle, nicht hingegen für die Beteiligung als solche.

Die Mitbestimmung der Kinder gründet bei uns auf Partnerschaft und Dialog. Das Wesentlichste ist für uns als Pädagoginnen, dass wir zwar unsere Interessen mit einbringen und klare Standpunkte formulieren, allerdings ohne die Kinder zu bevormunden.

Die Kinder bestimmen beispielsweise die Themengebiete der nächsten Wochen und überlegen sich dazu die Aktivitäten. Unterstützt und ergänzt werden sie durch die Erwachsenen. Dies geschieht durch die Sammlung von Vorschlägen und die anschließende Abstimmung in der Gesamt- oder Kleingruppe.

Sprachliche Bildung und Förderung

Die Sprache ist eine Schlüsselqualifikation, die den Kindern die Teilhabe am gesellschaftlich- kulturellen Leben erst richtig ermöglicht. Deshalb ist uns im Familienzentrum die Förderung der deutschen Sprache sehr wichtig. Wir stellen mit den Kindern aber auch Bezüge zu ihrer Mutter- und zu Fremdsprachen her.

Wir legen sehr viel Wert auf die „alltagsintegrierte Sprachförderung“. Um dies zu unterstützen haben wir eine Sprachfachkraft im Familienzentrum und sind in dem Projekt unter dem Namen: „Sprach- Kitas - Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ mit dabei.

 

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