Heilpädagogische Angebote

Junge Flüchtlinge haben in ihrem jungen Leben oft schon viel erlebt.

Manche waren zu Kinderarbeit gezwungen, andere flohen als Jugendliche vor dem drohenden Militärdienst. Wieder andere wurden durch einen Krieg in ihrer Heimat jäh aus einem geordneten Kinderleben gerissen und von ihren Eltern auf die Flucht geschickt, um wenigstens ein Familienmitglied zu retten. Unter lebensbedrohlichen Umständen haben sie es bis nach Deutschland geschafft und leben nun in Sorge um die Familie daheim und mit dem großen Druck, hier erfolgreich sein zu müssen.

Die jeweilige Vorgeschichte belastet diese jungen Menschen, offensichtlich oder im Verborgenen. Es heißt sehr sensibel damit umzugehen, denn die Erlebnisse werden oft verdrängt. Oftmals sind die Erlebnisse nur schwer in Worte zu fassen, noch dazu in einer fremden Sprache. Dafür braucht es ein wirkliches Vertrauensverhältnis. Bei Traumata zeigt die Erfahrung auch, dass diese manchmal erst viele Jahre später sichtbar werden.

Für die pädagogischen Mitarbeiter/innen ist das keine leichte Aufgabe. Deshalb steht ihnen der heilpädagogische-therapeutische Fachdienst im Kinder-und Jugendhaus Stapf zur Seite. Auch die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Therapeuten/innen und Dolmetschern/innen ist gewährleistet.

 

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