Angehörige von Suchtkranken
Gesprächsrunde
Zielgruppe
Co-Abhängigkeit ist ein Krankheitsbild das sich als Beziehungsstörung ausdrückt. Häufig wird diese eigenständige Störung durch das Zusammenleben mit einem suchtkranken Menschen sichtbar und außerordentlich belastend.
Die Ausprägungen einer Co-Abhängigkeit sind unterschiedlich. Ein gezieltes abgestimmtes Behandlungsangebot ist notwendig.
Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit, deren Zustand ärztliche Behandlung erfordert. In der Regel sind jedoch nicht nur die Suchtkranken allein betroffen, sondern auch immer deren soziales Umfeld wie Partner, Kinder, Eltern und Freunde. Hier setzt unsere stationäre Vorsorgemaßnahme für Frauen und Kinder, deren Partner, Lebensgefährte, Ehemann oder Vater alkohol- oder medikamentenabhängig sind, an.
Co-abhängige Persönlichkeiten fallen erstmals dadurch auf, dass sie häufig wegen zunächst körperlichen Erkrankungen wie - diffuse Schmerzen, Gastritis, Rückenprobleme, Kopfschmerz (Migräne), Adipositas, Bluthochdruck, Asthma - vom Hausarzt behandelt werden müssen.
Die Patienten bringen ihre Krankheiten zunächst nicht mit der Suchterkrankung in ihrer Familie in Zusammenhang.
Psychotherapeutisches Ziel : Psychotherapeutisch besteht das vorrangige Ziel die Reflektionsmöglichkeiten in Bezug auf ihre Co-Abhängigkeit und die Wahrnehmung der auslösenden Konfliktsituation zu erweitern.
Verhaltenstraining/-therapie schafft die Möglichkeit , den krankmachenden Kreislauf zu durchbrechen. Dieses geschieht im Rahmen von intensiven psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen.
Während des stationären Aufenthaltes sollen nachfolgende Ziele erreicht und eine Motivation zur Sprachbereitschaft mit dem Partner gefördert werden:
- die allgemeine psychische Stabilisierung
- die Wahrnehmung und Zulassung der eigenen Gefühle
- das Selbstwertgefühl neu zu entwickeln
- das Stärken von Selbstvertrauen
- die Wahrnehmung oder Wiedererlangung von Erziehungskompetenz
- die Befähigung des Patienten, die verhaltenstherapeutisch erlernten Fähigkeiten in den Alltag umzusetzen
- das Erlernen und Trainieren von Entspannungstechniken
- besseres Verständnis der Abhängigkeitserkrankung
Die Indikationsstellung nach ICD 10 für stationäre Vorsorge und Rehabilitation sind im Bereich der psychosomatischen, psychovegetativen Erkrankung.


