Bereitschaftspflege

Der Caritas-Jugendhilfe sind vier Bereitschaftspflegestellen angeschlossen. Gemeinsam sind sie Leistungserbringer für ein Jugendamt, wenn dieses für ein Kind oder Geschwisterkinder im Rahmen einer Hilfe zur Erziehung nach § 27 SGB VIII oder vorläufigen Maßnahme zum Schutz von Kindern nach § 42 SGB VIII unverzüglich eine Versorgung für Kinder außerhalb der Herkunftsfamilie braucht.

In den von uns ausgewählten Familien übernehmen die Eltern in ihrem Haushalt als Pflegeeltern auf Zeit die Versorgung, Betreuung und Förderung der Kinder. In räumlicher Nähe zur Einrichtung können so an verschiedenen Standorten Säuglinge und Kinder von 0 bis 12 Jahren in einer Familie aufgenommen werden. Diese Familien verfügen über familiäre Kernkompetenzen und sind in ihren Beziehungen belastbar. Zu den allgemeinen Aufgaben der Bereitschaftspflegestellen gehören auch die Aufsicht über die Kinder, verbunden mit der Pflicht von Gefahrenabwehr für den Fall, dass eine solche auf ein Kind einwirkt oder von ihm ausgeht. Die Bereitschaftspflegeeltern begleiten die Kinder auch zu Behördenterminen sowie ärztlichen oder therapeutischen Untersuchungen und Behandlungen.

Sie arbeiten mit den zuständigen Fachkräften der Caritas-Jugendhilfe eng zusammen. Diese unterstützen sie mit ihrer fachlichen Beratung und Begleitung bei der Gestaltung und der Umsetzung ihres Auftrags, der an den Zielen des Hilfeplans für das Kind ausgerichtet ist.

Rechte und Pflichten der Caritas-Jugendhilfe und ihrer Bereitschaftspflegestellen sind schriftlich mit dem Träger der Einrichtung vereinbart. Für die Erfüllung ihrer Aufgaben erhalten die Bereitschaftspflegestellen von der Caritas-Jugendhilfe eine angemessene Aufwandsentschädigung.