Projekt "achtsam handeln"

Das Projekt "achtsam handeln" wird im Rahmen von rückenwind+ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Vollbild

In einer sozialen Einrichtung tätig zu sein, stellt für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Aufgabe mit großer Sinnhaftigkeit dar. Unseren Beschäftigten ist ein respektvoller und von Wertschätzung geprägter Umgang mit den ihnen anvertrauten Menschen wichtig.

Die Arbeitsbedingungen im Alltag sind jedoch nicht immer einfach: manche Bewohner, Klienten oder Patienten haben körperliche oder psychische Erkrankungen, erlebten krisenhafte Situationen oder sind mit bestimmten Umgangsweisen nicht einverstanden und können dies nicht adäquat äußern. Hinzu kommt ein Kontakt, der zum Teil von großer Nähe, aber auch von Stress und vielen organisatorischen Rahmenbedingungen geprägt ist. Entsprechend kann es bei diesen Kontakten zu Situationen kommen, in denen Menschen persönliche Grenzen übertreten, gewalttätig werden und andere psychisch oder körperlich verletzen.

Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V. hat bereits 2014 eine Rahmenordnung zur Prävention von und Intervention bei Gewalt erlassen und startete im Herbst 2016 das Projekt "Reduzierung der Gewalterfahrungen von Beschäftigten in der Sozialwirtschaft durch achtsames Handeln im Unternehmen", kurz achtsam handeln.

In dem Personal- und Organisationsentwicklungsprozess analysieren zahlreiche Einrichtungen des DiCV ihre eigenen Arbeitsabläufe: wo kommt Gewalt bei uns vor bzw. könnte es zu problematischen Situationen kommen? Wo beginnt gewalttätiges oder die persönlichen Grenzen überschreitendes Verhalten? Welche Strukturen tragen dazu bei? Was brauchen wir, um achtsam mit den uns anvertrauten Menschen umgehen zu können? Führungskräfte stellen sich diese Fragen genauso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Strukturen hinterfragen, ihr alltägliches Handeln reflektieren und neue Ideen für die tägliche Arbeit entwickeln.

Ziel von achtsam handeln ist ein reflektiertes Handeln auf allen Ebenen der täglichen Arbeit sowie eine entsprechende Anpassung der Organisationsstrukturen. Neben der Reduzierung von Gewalterfahrungen möchten wir dadurch vor allem die Zufriedenheit der Beschäftigten erhöhen und einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsprävention leisten.

Der Entwicklungsprozess läuft über drei Jahre und wird im Rahmen von rückenwind+ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Folgende Einrichtungen des Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V. nehmen am Projekt achtsam handeln teil:

  • Friedrich-Baur-Altenwohn- und Pflegeheim St. Kunigund in Altenkunstadt
  • Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Ludwig in Ansbach
  • Caritas-Seniorenzentrum St. Josef in Bamberg-Gaustadt
  • Caritas-Altenpflegeheim St. Martin in Bayreuth
  • Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Franziskus in Bubenreuth
  • Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheim St. Heinrich in Burgkunstadt
  • Caritas-Seniorenzentrum St. Martin in Eggolsheim
  • Caritasheim Kolpinghöhe in Hof
  • Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Neunkirchen am Brand
  • Heilpädagogisches Zentrum in Lichtenfels mit drei Einrichtungen (die Wohnheime St. Elisabeth und Michael sowie die Tagesstätte St. Anna)
Weitere Informationen zum Projekt achtsam handeln

finden Sie im Download-Bereich sowie auf der ESF-Homepage der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.

Stephan Seeger

Projektleitung

Email: stephan.seegercaritas-bamberg.de

Telefon: 0951 8604-403




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Projektvorstellung "Achtsam handeln" 2.094 KB