Verpflegung
Unser Haus arbeitet nach dem KDA-Prinzip der "Hausgemeinschaften". Das hat zur Folge, dass Hauswitschaft und zwangsläufig Verpflegung einen vergleichbar markanteren Stellenwert eingeräumt erhalten. Die Essenszubereitung wird für Bewohner/innen und Präsenzkräfte zu einem zentralen Thema.
Es kennzeichnet das "Hausgemeinschaften-Prinzip" u. a. , dass es keine zentrale Küche in der Einrichtung gibt. Für jede Hausgemeinschaft mit deren zehn Bewohnern steht eine komplett eingerichtete Küche mit entsprechender Kapazität und Elektogeräten zur Verfügung. Die Essensversorgung wird über die Präsenzmitarbeiterin sichergestellt. Die Bewohner können sich persönlich mit Wünschen, Anregungen und eigenem Geschmack individuell mit einbringen. Es wird selbstverständlich und ist auch erwünscht , dass sie , soweit sie wollen und können, sich an der Essenszubereitung mit Rat und Tat beteiligen.
Das Essen kommt somit nicht aus einer "unbekannten Zentralküche irgendwo im Gebäude", gekocht nach immer gleichem Kochbuch und Geschmack des Küchenpersonals. Es wird "selbst " zubereitet; ich selbst kann auf Art und Weise, nach "persönlichem Gusto und Gaumen" unmittelbaren Einfuss nehmen. Gleichzeitig habe ich ein tägliches Angebot, mich selbst beim Mitkochen aktiv zu betätigen. Damit erhalten die Speisen die eigene Würdigung und munden entsprechend. Unsere erfahrenen Präsenzkräfte haben von unseren Bewohnerinnen das eine oder andere Rezept und manch guten Tipp bekommen... nur so entsteht eine breite Speisekarte an "gutbürgerlicher traditioneller fränkischer Hausmannskost". Oder: "Lass` mich `mal vom Gulasch kosten ... da gehört aber noch etwas Pfiff, ... Paprika hin!" Sie schmecken Ihr Essen selber mit ab.
Natürlich muss aus Gründen der Kostensenkung für die Einrichtung zentral eingekauft werden. Deshalb wird auch ein hausübergreifender Speiseplan erstellt. Das bedeutet aber nicht, dass dieser für die einzelne Hausgemeinschaft so bindend sei, als dürfe man bei der Wahl der Beilagen oder der Zubereitung nicht nach Wünschen der Bewohner variieren.Statt der geplanten Salzkartoffel gibt es eben in der einen Hausgemeinschaft den erbetenen Kartoffelbrei und nicht Bohnen, sondern Erbsen zum Hackbraten; in der anderen Hausgemeinschaft werden statt des Hackbratens lieber "Fleischküchla" mit Knoblauch gebraten. Die Bewohner/innen können entscheiden; mal so, mal so. - Auch werden bei grundsätzlichen Abneigungen des einzelnen Bewohners alternative Speisen zubereitet.
Unser Nahrungsangebot ist vielfältig, die Nahrungsmittel selbst saisonal und möglichst regional. Der größte Teil der verwendeten Produkte sind von qualitätsgeprüften, zertifizierten Zulieferern.
Der Speiseplan
ist in einem grundsätzlichen Angebot fürs Frühstück und in zwei variablen Plänen für jeweils den Mittagstisch und das Abendessen wöchentlich zusammengestellt. Er ist vorgegeben für die Kostformen
- Vollkost
- kohlehydrate-reduzierte Kost ( Diabetes)
- mit Zwischenmahlzeiten - leichte Vollkost ( Magen-/Gallediät)
- Speisen, die die speziellen Ernährungsdedürfnisse des einzelnen Bewohners individuell auf dessen Krankheitsbild berücksichtigen.
Zum Frühstück
werden Brot, Brötchen, Kaffee, Tee, Milch, Kakao (sonntags anstatt Brötchen Gebäck und Kuchen) angeboten.
Zum Mittagstisch
werden o.g. Kostformen in diversen Hauptgerichten (mit Fleisch, mit Fisch, fleisch- und fischlos / vegetarisch) angeboten. Es wird grundsätzlich als Vorspeise Suppe und wenn passend, ein Dessert gereicht. Zum Trinken gibt es Wasser und Fruchtschorlen.
Zum Abendessen
werden div. Brotsorten, div. Wurst- und Käsesorten, mit eingemachten Beilagen (z.B. Gurken, Paprikaschoten etc.), Fisch, Eier und sonst. kalte Platten angeboten. Einmal pro Woche wird warm gekocht. Zum Trinken gibt es i.d.R. Wasser und Tee; zu besonderen Anlässen zusätzlich Wein, Bier, Radler.
Für Diabetiker und Demenzerkrankte werden Zwischenmahlzeiten gereicht.
Täglich nachmittags ist Kaffeezeit; dienstags, donnerstags und sonntags
mit Kuchen: an sonstigen Tagen mit Kleingebäck.
Als ständiges Trinkangebot steht die "Trink-Oase" mit Wasser oder Tee für jedermann zur Verfügung. - Auch steht eine Schale mit Obst immer bereit.

