Sterbebegleitung
Als katholische und damit transzendental orientierte Einrichtung sehen wir die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender als eine wesentliche Aufgabe an. Sterbende und Angehörige sollen sich angenommen wissen und sicher sein, dass sie in der schweren Zeit nicht alleine gelassen werden.
Zwei Mitarbeiterinnen, Helga Schmittlein und Gabi Distler, wurden vom April 2008 bis Januar 2009 an der Hospiz-Akademie in Bamberg über einen Basis-Lehrgang "Palliative Care für Pflegefachkräfte" als hausintere Ansprechpartnerinnen für Angehörige und Mitarbeiter/innen fortgebildet . Nach Ihrer Weiterbildung haben die beiden sich vorgenommen, alle Mitarbeiter/innen aus dem Pflege- und Präsenzbereich für die Betreuung und Begleitung Schwerstkranker und Sterbender stark zu machen und haben eine hausinterne Fortbildung durchgeführt. Bei dieser Fortbildung haben alle neue Erkenntnisse in Schmerzbehandlung, Symptomkontrolle, aber auch in alternativen Methoden der Schmerzlinderung und die Gesprächsführung kennen gelernt. Auch das Thema Sterben und Tod wollen die Altenpflegekräfte nicht tabuisieren. Sie möchten die Hospizarbeit ind die Einrichtung integrieren und von der Palliativmedizin und pflege lernen, um die Schwerstkranken besser zu begleiten.
In der Endphase eines Lebens spielt die Religion für viele Betroffene eine immer größere Rolle. Selbst Menschen, die sich bisher wenig oder gar nicht damit beschäftigt haben, beginnen sich mit dem Thema "Leben nach dem Tod" auseinanderzusetzen. In dieser Zeit finden sie in religiösen Ritualen Sicherheit, Trost und Zuversicht. Auch diese wichtigen Aspekte haben Helga Schmittlein und Gabi Distler in ihrer Fortbildung diskutiert.
Besonderer Dank gilt Frau Marie-Luise Hofmeister, die über die Dr.-Hofmeister-Stiftung die Basis-Ausbildung mitfinanziert hat und sich auch mit Rat und Tat zur Thematik unserem Haus zur Verfügung stellt.
Im offen ausliegenden "Gedenk-Buch" erinnern wir uns unserer verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner. Sie alle und jeder einzelne soll nicht vergessen sein; ein auch nur kurzer Blick hinein macht nachdenklich und wach. - Alljährlich mit Beginn der Fastenzeit laden wir zusammen mit Herrn Stadtpfarrer Simon die Angehörigen und Mitarbeiter zu einem namentlichen "Gedenk-Gottesdienst" für die Verstorbenen des letzten Jahres in unsere Hauskapelle.

