Sterbebegleitung

Im Eingangsbereich vor der Hauskapelle liegt ein Kondolenzbuch aus, in das wir alle unsere verstorbenen Heimbewohner in Gedenken eintragen.

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Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehn unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit. (Kohelet 3,1)

Der Prozess des Sterbens ist ein wesentlicher Teil des menschlichen Lebens. Alle Menschen leben mit der Gewissheit des sicheren Todes. Als Christen glauben wir, dass der Tod das Tor zu einem neuen Leben in Gott ist. Der Grund dafür liegt in Tod und Aufersteheung Jesu Christi.

Der Mensch brauch Gemeinschaft

Jeder Mensch lebt von Beziehungn zu anderen Menschen. Er sucht Lebenspartner, Freunde, Menschen, mit denen er gut auskommt. Nur durch diese Begegnung mit anderen Menschen lernt er, sich selbst zu verstehen. Und: Ohne Zuwendung und Liebe kann kein Mensch leben.

Daher wäre es unmenschlich, dem Schwerstkranken und Sterbenden diese Zuwendung zu entziehen. Niemand kann dem anderen Leid, Krankheit, Schmerzen und Sterben abnehmen. Diesen Weg muss jeder selber gehen. Aber er muss dabei nicht einsam und verlassen sein. Andere Menschen können und sollen ihn auf diesem letzten Weg begleiten.

Begleitung eines Sterbenden

  • Das Sterben eines Bewohners / einer Bewohnerin ist als natürlicher Prozess seines / ihres Lebens zu achten und zu respektieren.
  • Das nach intensiver pflegerischer, psychosozialer und seelsorglicher Begleitung erkannte Abschließen des Bewohners / der Bewohnerin mit dem eigenen Leben muss akzeptiert werden
  • Der deutliche Wunsch eines Menschen, alleine zu sterben, ist zu respektieren
  • Jeder Mitarbeiter / jede Mitarbeiterin bei uns muss für sich klären dürfen, ob er die Sterbebegleitung durchführen kann und will.

Unsere Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen

  • Kennen das Konzept und unser Leitbild
  • Nehmen die Wünsche und Bedürfnisse des Menschen ernst
  • Handeln nach den Prozessbeschreibungen: Umgang mit Sterbenden, Versorgung von Verstorbenen
  • Unterstützen die Angehörigen in der Sterbebegleitung
  • Begleiten und pflegen mit Respekt und Wertschätzung
  • Arbeiten mit dem Arzt, dem Seesorger, den Angehörigen im Team zusammen

Unser Ziel

Sterbende sollen sich in ihrer letzten Lebensphase nicht allein gelassen fühlen und von diesem Leben, von Angehörigen und Freunden in Frieden und frei von körperlichen Schmerzen Abschied nehmen können.

Unser Abschied

Unsere verstorbenen Heimbewohner werden, wenn möglich mit einem Sterbebild in das Trauerbuch im Eingangsbereich vor der Hauskapelle eingetragen. Die Teilnahme am Requiem bzw. der Beerdigung ist für uns als selbstverständlich anzusehen.

Für jeden unserer verstorbenen Heimbewohner wird eine Messintension in der Spitalkirche gelesen, bei der auch die Angehörigen des Verstorbenen eingeladen werden. Die Gottesdienste finden in der Regel am Mittwoch um 16.00 Uhr statt.