Besuchsdienst/Helferkreis

Die Sicherung von Selbstbestimmung und Lebensqualität hat gerade im Kontext von Menschen, die in vielfältiger Weise auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind, einen besonderen Stellenwert. Das Erleben von Lebensqualität ist existenziell mit der Achtung der Würde des Einzelnen, dem Erfahren von Kontinuität, dem Erleben von Kontakt und Beziehung, dem Erleben von Einflussnahme und mit dem Gefühl von Zugehörigkeit verbunden.

Den Bemühungen der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Bezug auf die Sicherung von Lebensqualität Grenzen gesetzt, da sie nicht alle Bedürfnisbereiche eines Menschen erreichen können. Lebensqualität lebt von der Vielfalt von Beziehungen und kann letztlich nur im Zusammenspiel von Hauptamtlichen, Angehörigen und Ehrenamtlichen / Freiwilligen hergestellt werden.

  • Angehörige / Ehrenamtliche / Freiwillige schenken den Bewohnerinnen und Bewohnern Zeit und Aufmerksamkeit, in der sie frei von anderen Verpflichtungen sind. Die freizügige Solidarität dieser Personen ist für die Bewohnerinnen und Bewohner und für die Einrichtung ein großes Geschenk.
  • Voraussetzung für engagementfreundliche Strukturen ist die Akzeptanz von Seiten der Einrichtung, dass sich Angehörige / Ehrenamtliche / Freiwillige sowohl über den zeitlichen Aufwand als auch zur Art der Tätigkeit, für die sie sich engagieren möchten, frei entscheiden können. Es gilt, die Bedürfnisse der Einrichtung und die Bedürfnisse der Angehörigen / Ehrenamtlichen / Freiwilligen möglichst passgenau zusammenzubringen.
  • Angehörige entwickeln sich in ihrem Engagement häufig weiter, von der reinen Angehörigenunterstützung und Begleitung hin zu ehrenamtlichem Engagement. Folgerichtig beziehen sich die folgenden Punkte auch immer auf die Einbeziehung der Angehörigen.
    Darüber hinaus sind für eine gelingende Zusammenarbeit mit Angehörigen / Ehrenamtlichen / Freiwilligen organisatorische Rahmenbedingungen notwendig.
  • Eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter mit entsprechenden Aufgaben- und Kompetenzprofil und entsprechenden Zeitressourcen als kontinuierliche Ansprechperson für Angehörige / Ehrenamtliche / Freiwillige und für die Koordination der Aufgaben, die mit der Organisation ehrenamtlichen / freiwilligen Engagements verbunden sind.
  • Beschreibung der Aufgabenbereiche für Angehörige / Ehrenamtliche / Freiwillige und die klare Abgrenzung vom hauptamtlichen Aufgabenbereich.
  • Klare Regelung der Kooperationsstrukturen zwischen haupt- und ehrenamtlichen / freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
  • Die Einbeziehung der Ehrenamtlichen / Freiwilligen in die Informations- und Kommunikationsstrukturen der Einrichtung.
  • Die Beteiligung der Ehrenamtlichen / Freiwilligen an Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen in der Einrichtung.
  • Eine qualifizierte Einführung, Begleitung und die Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungen.
  • Regelmäßige Würdigung der ehrenamtlichen / freiwilligen Arbeit.