Festgabe zum Abschied von Weihbischof Radspieler

Die Weihbischöfe in Bamberg

Am Nikolaustag 2013 erschienen ist die Festgabe zur Verabschiedung von Weihbischof Werner Radspieler, des langjährigen Vorsitzenden des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg: das Buch „Die Weihbischöfe in Bamberg“. In einem der Aufsätze ist das Wirken Radspielers dargestellt. 1986 zum Bischof geweiht, war er von 1996 bis 2013 Bischofsvikar für Caritas und soziale Dienste. Von 1996 bis 2008 stand er als Vorsitzender dem Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg vor. Von 1998 bis 2013 leitete Radspieler zusätzlich die Hauptabteilung „Caritas und soziale Dienste“ im Ordinariat.

Das Amt und der Dienst der Weihbischofs ist seit dem Mittelalter in der katholischen Kirche eine notwendige und segensreiche Institution. In den deutschsprachigen Diözesen ist es für die Gläubigen selbstverständlich, dass es oft neben dem Diözesanbischof noch einen oder mehrere Weihbischöfe gibt. Aber: Was ist ein Weihbischof? Was macht er eigentlich? Diesen und anderen Fragen wird in dem am Freitag vorgestellten Buch „Die Weihbischöfe in Bamberg“ nachgegangen, und natürlich werden in den Beiträgen des Buches die Bamberger Weihbischöfe in Wort und Bild ausführlich vorgestellt.

Das 350-seitige Werk haben Domkapitular Norbert Jung und der Leiter des Diözesanarchivs, Andreas Hölscher, herausgegeben. Neue und überraschende Ergebnisse beim Lesen des Buches verspricht Hölscher den Lesern, konnte durch intensive Forschungen und durch die Befragung von Zeitzeugen so manches Unbekannte zu Tage gefördert werden.

Johann Friedrich Oesterreicher (1823 – 1825), Michael Deinlein (1853 – 1856), Adam Senger ( 1912 – 1935), Joseph Kolb (1935 – 1943), Artur Michael Landgraf (1943 – 1958), Johannes Lenhardt (1959 – 1966), Martin Wiesend (1967 – 1985) und Werner Radspieler (1986 – 2013) waren die Weihbischöfe in Bamberg, die von den Autoren Bruno Lengenfelder, Michael Kleiner, Andreas Hölscher, Elmar Kerner, Franz Machilek, Hans Schieber und Klaus-Stefan Krieger porträtiert werden.

Domdekan Hubert Schiepek macht in seinem Beitrag „Der Weihbischof – Ein bischöflicher Bruder“ kirchenrechtliche Anmerkungen zum Amt des Weihbischofs, Domkapitular Jung betrachtet in seinen Beiträgen die Bamberger Weihbischöfe des Mittelalters und des 18. Jahrhunderts, während Dieter J. Weiß über „Die Bamberger Weihbischöfe des Konfessionellen Zeitalters“ schreibt. Anke Arndt schließlich hat den Beitrag „Der Weihbischofshof im ehemaligen Priesterseminar“ verfasst.

Für Erzbischof Ludwig Schick ist die Festgabe ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für Weihbischof em. Werner Radspieler. Und er sieht in dem „ansehnlichen und gut ausgestatteten Buch“ die Möglichkeit, die Bamberger Weihbischöfe der Vergangenheit zu entreißen und ins Licht der Gegenwart zu setzen. „Durch dieses Buch wird auch die wertvolle und wichtige Arbeit von Weihbischof Werner, für die ich ihm zutiefst dankbar bin, zum Ausdruck gebracht“, konstatierte der Bamberger Oberhirte.

„So ein Buch ist ein wunderbares Geschenk“, betonte Weihbischof em. Werner Radspieler in seinen Dankesworten. „Andere bekommen zu ihrer Verabschiedung einen Fernsehsessel oder ein Fahhrad geschenkt“, so der jetzt emeritierte Weihbischof schmunzelnd. „Da ist es schon etwas ganz anderes, wenn man ein Buch bekommt, vor allem, weil ich ja immer viel mit ­Büchern zu tun hatte.“ Bei seinem Umzug von Bamberg nach Nürnberg habe er noch einmal den Wert eines Buches erkannt. „Das Aussortieren war furchtbar“, sagte Radspieler. „Da musste ich mich wirklich überwinden.“

Buchinfo:
Andreas Hölscher / Norbert Jung (Hg.): „Die Weihbischöfe in Bamberg“, erschienen im Michael Imhof Verlag, 350 Seiten, Preis: 29,90 Euro, ISBN 978-3.7319-0025-2.

Das Buch ist erhältlich im
Archiv des Erzbistums Bamberg
Regensburger Ring 2
96047 Bamberg
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Fax 0951/502-2559
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sowie im Buchhandel.