Pfadfinderinnschaft St. Georg
Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) wurde 1947 in München als Verband katholischer Pfadfinderinnen gegründet. Die PSG ist heute bundesweit mit 20.000 Mitgliedern im BDKJ vertreten und ist Teil der weltweiten Pfadfinderinnenbewegung (WAGGGS). Die PfadfinderInnenbewegung insgesamt wurzelt in der englischen Bewegung der (Boy-) Scouts, die Lord Baden-Powell Anfang des 20. Jahrhunderts - zunächst nur für Jungen später auch für Mädchen - ins Leben rief.Wir sind Pfadfinderinnen
Wir stehen in der Tradition des "Allzeit bereit". Das bedeutet heute ein geschärftes Bewusstsein, die Ausbildung der Fähigkeiten jeder Einzelnen und die Übernahme von Verantwortung. Mädchen sind heute meist selbständig und selbst-bewusst, brauchen aber dennoch Raum, sich auszuprobieren, sich mit sich selbst und anderen auseinander zu setzen, neue Lebensweisen zu entwerfen und auszuprobieren. Das wird von der PSG gefördert und begleitet.
Wir sind Mädchen und Frauen Mädchen- und Frauenarbeit ist der Kern unserer Pädagogik. Wir verstehen darunter eine bedürfnisorientierte und an Mädchen und Frauen ausgerichtete Arbeit von und mit Mädchen und Frauen ("Look at the girl!"). Die Mädchen und Frauen vertreten ihre Interessen in den unterschiedlichsten Gremien selbst und sind so gefordert, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen. Wir sind katholisch Wir verstehen das Evangelium, in dessen Tradition wir stehen, als befreiende, lebensnahe und bereichernde Botschaft für uns. Auf dieser Grundlage kann bei uns Glauben, aber auch Zweifel gelebt werden. Die PSG ergreift deshalb Partei für benachteiligte Menschen und für Mädchen und Frauen in der Kirche.
Gruppenarbeit
Die PSG ist in in vier Altersstufen gegliedert: - die sieben- bis zehnjährigen Mädchen heißen Wichtel
- die zehn bis 13-jährigen Mädchen heißen Pfadis
- die 13 bis 16-jährigen Mädchen heißen Caravelles
- die über 16-jährigen jungen Frauen heißen Ranger
Eine Hauptmethode unserer Gruppenarbeit ist das PROJEKT: Unter Projektmethode verstehen wir, dass die Mädchen jeder Gruppe und in jeder Altersstufe selbst wählen, entscheiden und planen können, womit sie sich in der nächsten Zeit beschäftigen wollen. Die Palette der Projektthemen ist so kreativ und vielfältig wie die Mädchen selbst: Von "Wendo - Selbstverteidigung für Mädchen", "Jugendbegegnung in Irland", die Auseinandersetzung über Mädchen und Frauen in der Gesellschaft, der Unterstützung von Menschen in sogenannten Entwicklungsländern (PSG- Partnerschaft mit Rwanda, religiöses Wochenende zum Thema Peru), oder kreativem Arbeiten z.B. mit Metall, Ton, ist fast alles denkbar. Kindermitbestimmung
In der PSG sind schätzungsweise 70% der Mitglieder Mädchen unter 12 Jahren. In der Praxis waren die Mädchen schon dabei, die Inhalte der Gruppenstunden, Freizeiten und Wochenenden mit zu bestimmen. 1991 wurde auf der PSG- Bundesversammlung beschlossen, die Mädchen auch formal im Rahmen von Stammesversammlungen mitbestimmen zu lassen. Durch praktizierte Mitbestimmung im Verband können Mädchen lernen, sich politischer Prozesse bewusst zu werden, sich darin einzumischen und das Leben in ihrem Umfeld mit zu gestalten. Gerade in den Kinderstufen erfordert es viel Engagement, Mädchen als gleichberechtigte Partnerinnen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Es sind einige Arbeitshilfen entwickelt worden, woran sich die Gruppenleiterinnen orientieren können. Tatsächlich haben sich in der Praxis unterschiedlichste Modelle entwickelt, wie die Mädchen ihre Interessen formulieren und durchsetzen können, z.B. bei Stammesversammlungen, bei der Projektmethode, in den Gilden oder durch einen Sprecherinnenrat. Kontakt: Diözesanstelle Kleberstr. 28 96047 Bamberg Tel. Tel. 0951 / 86 88 46 od. 47 e-mail:PSG@eja-bamberg.de --> zurück
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