Im Jahre 1017 wird ein gewisser Walthere de Uodoltesbach erwähnt, womit der früheste Nachweis für den Ort erbracht ist. Das edelfreie Geschlecht derer von Volsbach – ein Burgstall als Herrensitz dieses Geschlechts ist für die Ortsflur nachgewiesen – dürfte Stifter einer adeligen Eigenkirche gewesen sein (vermutlich 9./10. Jh.). Diese Kirche war zunächst Filialkirche von St. Martin in Nankendorf und wurde im 14. Jh. von dieser separiert. In der sog. Fegfeuer-Vision (frühes 12. Jh.) wird ein Adalbero von Volsbach erwähnt sowie eine Marienkirche in Volsbach.
Der Bestand Kirchenstiftungsrechnungen beginnt mit einer Rechnung aus dem Jahre 1510, dann folgen bruchlos die Jahrgänge 1583 bis 1975. Diese sind als reichhaltige Quelle für die Familien-, Besitz-, Orts- und Kirchengeschichte anzusehen.
Als herausragende Archivalien seien Zins- und Zehntbücher u.a. erwähnt, die den Nachweis von Braurecht, Fischteichen und Obstbaumgärten der hiesigen Pfarrer erbringen (vgl. Nr.36, Nr.302, Nr.412, Nr.413). Die Veredelung von Obstbäumen wurde vor allem unter Pfarrer Johann Tremel in Volsbach weitergeführt, der von 1898 bis 1909 in der Pfarrgemeinde wirkte.
Auch der Anbau von Kartoffeln lässt sich bereits seit 1737 im Ortsteil Langenweil nachweisen (Nr.412, Nr.34) und gehört damit zu den frühesten Erwähnungen in Oberfranken überhaupt.
Daneben sind aus dem Bestand bischöfliche Verordnungen interessante Quellen zu den Vorgängen während des Siebenjährigen Krieges (1756 – 1763) erhalten geblieben (Nr.37), ferner eine bedeutende Verordnung der gleichen Zeit bezüglich eines vorösterlichen Brauchtums, das per Kanzelverbot unterdrückt werden sollte (Nr.38).
Was die Innenausstattung der Pfarrkirche betrifft, so können Verträge und Baubeschreibungen ab dem 17. Jh. einen Einblick in die barocke Ausstattung der Kirche bieten. Hier seien exemplarisch der Kanzelbau (Nr.230) und der Orgelbau (Nr.256) angeführt.
Ein Kuriosum stellt der Nachweis einer sog. „Wahrsagerin und Zauberin“ dar, die sich im Jahre 1686 für längere Zeit im Pfarrgemeindegebiet von Volsbach aufgehalten hatte und zum Ärgernis des dortigen Seelsorgers regen Zulauf unter den Pfarreiangehörigen hatte (Nr.292).
Aus dem 20. Jh. seien Archivalien erwähnt, die Not und Verarmung der kleinbäuerlichen Taglöhnerbevölkerung widerspiegeln. In den Jahren 1917 (sog. Kohlrübenwinter während des 1. Weltkrieges) und 1920 wurden Kinderlandverschickungen von München und Nürnberg aus nach Volsbach organisiert. Sie sollten die Not der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft lindern helfen.
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