Obermain-Tagblatt· SamstagtSonntag, 21./22. Januar 2012 von Timo Lindemann, dpa
STERBEN:. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel hat nicht nur einen sperrigen Namen, sondern auch ein sperriges Thema: den Tod. Die Macher jedoch schaffen es immer wieder, die Besucher mit Ausstellungen zu Sterben und Trauer zu beeindrucken - seit 20 Jahren.
"Die Menschen wollten mehr über den Tod wissen." Museumsleiter Reiner Sörries
Tränen, Tod und Teufelswerk - seit 20 Jahren beschäftigt sich das Museum für Sepulkralkultur in Kassel mit dem Thema Tod in all seinen Facetten. Es ist das einzige Museum seiner Art in Deutschlan - und wohl auch weltweit. "Es gibt noch ein paar ähnliche in den USA, aber die werden von Bestattungsunternehmen finanziert", sagt Museumleiter Reiner Sörries. Der Zungenbrecher-Name kommt übrigens vom leteinischen Wort "Sepulcrum", was so viel bedeutet wie Grab oder Grabmal.
Der gebürtige Nürnberger Sörries ist evangelischer Theologe und Kunstgeschichtler und leitet das Haus seit der Eröffnung. Mit dem Wandel in der Welt und in der Bestattungskultur habe sich in den 20 Jahren auch das Museum verändert, sagt der 59-Jährige. "Wir müssen die Fragen stellen, die sich die Menschen stellen."
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