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Jacqueline StoeßelIch kriege nie genug Da geht noch mehr Ich will alles auf einmal und nichts nur so halb Nicht nur warten bis etwas passiert“, so die beliebte Popsängerin aus Oberösterreich. Das Lied – ein Ausdruck ihrer Sehnsucht. Ziemlich frech und fordernd wirken die Zeilen auf den ersten Blick. Was kommt ihnen denn zum Thema Sehnsucht in den Sinn? Mir fiel spontan ein, dass vieles Gute mit der Sehnsucht beginnt. Aufgaben, die mir gelingen, die mich weiterbringen und mir Lust auf mehr machen, die haben meist ihren Anfang in der Sehnsucht. In dem Gefühl, das mich vom Leben nie genug kriegen lässt, das mich nicht zur Ruhe kommen lässt und mir manchmal fast den Verstand raubt.Spüre ich dem Ganzen allerdings nach, dann erkenne ich, dass es genau dieses Gefühl ist, das in mir Energie freisetzt, mich antreibt immer wieder Neues zu beginnen und mich so über mich hinauswachsen lässt. Die „Sehnsucht nach mehr“ spüre ich nicht nur bei den Gesprächen mit den Frauen und Männern, die über einen sozialen oder kirchlichen Beruf nachdenken, sondern auch bei vielen anderen Begegnungen im beruflichen, wie im privaten Bereich. Dieser Sehnsucht immer wieder Raum geben – in meinem Herzen, in den Gesprächen mit den Menschen und mit Gott und letztendlich auch in meinem Leben, dass heisst für mich meiner Berufung nachspüren. Grönemeyer singt „Sehnsucht kann man zum Glück nicht verlernen“ – wie gut, dass dieses Gefühl immer da sein wird, auch wenn es mir manchmal den Schlaf raubt. Ich freue mich auf ein Jahr „voller Leben“! Ihre Jacqueline Stoeßel Gemeindereferentin Kontakt: Tel. 09 51/ 502-304 E-Mail: jacqueline.stoessel@erzbistum-bamberg.de
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