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Pfarrhaushälterin

Was gibt es zu tun?

Nach Weisung und in Absprache mit dem Pfarrer umfasst die Tätigkeit einer Pfarrhaushälterin u. a. folgende Bereiche:
- Pflege und Führung des gesamten Pfarrhaushaltes;
- Telefondienst und Auskunftvermittlung;
- Terminplanung und Absprachen;
- Erstkontakte und persönliche Gespräche bei Abwesenheit des Pfarrers;
- Entgegennahme von Wünschen und Rückmeldungen aus der Pfarrgemeinde sowie aus den Vereinen und Verbänden;
- organisatorische Mithilfe bei pfarrlichen Veranstaltungen;
- ...
Grundsätzlich gestalten sich die Aufgabenbereiche je nach Anstellung und Größe einer Pfarrei verschieden.

Wie wird man Pfarrhaushälterin?

Da sich die Tätigkeit einer Pfarrhaushälterin überwiegend auf den privaten Bereich des Pfarrers bezieht, werden freie Stellen meist über persönliche Vermittlung bekannt und vergeben. Zunehmend wird die Tätigkeit der Pfarrhaushälterin auch als Teilzeitstelle ausgeübt.

Wer eignet sich?

Der Beruf „Pfarrhaushälterin" ist kein Lehrberuf; d. h., dass es keine eigene Berufsausbildung speziell für diese Tätigkeit gibt.
~ Ein Hauptschulabschluss ist nachzuweisen oder ein gleichwertiges anerkanntes Abgangszeugnis einer anderen allgemeinbildenden Schule.
~ Eine ausreichende fachpraktische Ausbildung in der Hauswirtschaft ist nachzuweisen, in der Regel durch die Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft oder durch eine entsprechende Praxis in der Haushaltsführung.
~ Zur Berufsausübung der Pfarrhaushälterin gehört eine weitere Vorbereitung mit folgenden Schwerpunkten:
- Klärung der Grundeinstellung zu Beruf, Kirche und Priestertum;
- Vertiefung des persönlichen Glaubens;
- Einführung in kirchliches Leben;
- Vermittlung theologischer Grundkenntnisse;
- Hinführung zu einer dem Beruf gemäßen Spiritualität;
- Anleitung zu einer eigenständigen persönlichen Lebensgestaltung;
- Vermittlung psychologischer Grundkenntnisse;
- Umgehenkönnen mit der eigenen Persönlichkeit;
- Befähigung zu einem kooperativen Zusammenwirken und kommunikativen Zusammenleben.
Die Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen - Bundesverband - bietet berufsvorbereitende und berufsbegleitende Kurse an, die mit einem Zertifikat bestätigt werden.

Was wird erwartet?

Der Dienst der Pfarrhaushälterin ist vielseitig und erfordert Kenntnisse in der Haushaltsführung. Interesse am Leben und den Vorgängen der Pfarrgemeinde sowie eine Verwurzelung in der katholischen Kirche wird vorausgesetzt. Wichtige Eigenschaften einer Pfarrhaushälterin sind Freundlichkeit im Umgang mit Menschen, Kooperationsbereitschaft, Kontaktfähigkeit, Zuverlässigkeit und Diskretion. Von einer Pfarrhaushälterin wird erwartet, dass sie die zölibatäre Lebensweise des Priesters aus der Sicht des Glaubens versteht und achtet.

Auch das muss stimmen:

Über die Einstellung entscheidet in der Regel der jeweilige Pfarrer, der auch Anstellungsträger der Pfarrhaushälterin ist. Dass Gehalt ist in einigen Bistümern dem Bundesangestelltentarif (BAT) angeglichen. Die Diözese beteiligt sich mit einem Zuschuss. In allen Diözesen haben sich die Pfarrhaushälterinnen mittlerweile zu einer Berufsgemeinschaft zusammengeschlossen, die sich auf der Ebene von Dekanat und Diözese organisiert. Falls die Pfarrhaushälterin zusätzlich andere kirchliche Dienste übernimmt, z. B. als Pfarrsekretärin, Mesnerin, Organistin, Katechetin, wird sie entsprechend ihrer Ausbildung dazu besonders beauftragt und dafür besoldet.

Wer hilft weiter?

Das Internet gibt nur erste Auskünfte. Wenn Sie sich weiter über den Dienst informieren möchten, können Sie über Ihre „Diözesanstelle Berufe der Kirche" eine Kontaktadresse in Ihrer Nähe erhalten.