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Beschlusstexte

Gemeinsam den Aufbruch wagen

Unter dem Leitwort "Gemeinsam den Aufbruch wagen" hat Erzbischof Dr. Karl Braun 1997 das Bamberger Pastoralgespräch auf den Weg gebracht. Ziel dieses Gesprächsprozesses war es, neue Wege für das Wirken der Kirche im Erzbistum Bamberg zu finden und notwendige Veränderungen einzuleiten. In rund 1.100 Eingaben aus Pfarreien, Gruppen und Verbänden haben die Menschen unseres Erzbistums ihre Anliegen formuliert; auf dieser Grundlage haben die Mitglieder des Diözesanforums in oftmals kontroverser Diskussion konkrete Ziele, Handlungsschritte und Projektvorschläge erarbeitet. Dabei wurde deutlich, dass sich - unter anderem wegen begrenzter finanzieller und personeller Mittel sowie lehramtlicher Vorgaben - nicht alle Eingaben und Anträge auf Bistumsebene verwirklichen lassen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass viele Beschlüsse Möglichkeiten zu positiven Veränderungen enthalten. Diese sollen nach Inkraftsetzung durch den Erzbischof im Leben der Kirche von Bamberg umgesetzt werden. Die Umsetzung wird über einen Zeitraum von mehreren Jahren von der dafür gebildeten Pastoral-Kommission gesteuert.

Der Prozess des Pastoralgesprächs war geprägt von einem Grundgedanken des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) - der Kirche als Volk Gottes: Nicht einzeln und unabhängig heiligt und rettet Gott die Menschen; zu einem Volk hat er sie gemacht (nach: Lumen gentium, II. Kap., 9.). Für dieses Volk Gottes ist es eine wesentliche Aufgabe, darüber nachzudenken, was es in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation bedeutet, an Gott zu glauben, sich als Gemeinschaft an Jesus Christus zu orientieren und vom Geist Gottes leiten zu lassen.

Die Grundlinien der Beschlüsse sind in den "Pastoralen Perspektiven und Schwerpunkten für das Erzbistum Bamberg" zusammengefasst; sie sollen die Richtung für die weitere Entwicklung der Pastoral in unserem Erzbistum bestimmen. Am Ende des Bamberger Pastoralgespräches wollen wir als "Volk Gottes unterwegs" aufbrechen und gemeinsam die Zukunft unseres Erzbistums gestalten.