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Spirituelles

- so ist diese Seite überschrieben. Hier finden Sie bunt gemischt Anregungen für Ihr geistliches Leben. Dieses kommt im Alltag oft zu kurz. Man hat ja so viel zu tun.

Die Mönchsregel des hl. Benedikt betont: bete und arbeiten. Es soll also zwischen alltäglichem und geistlichem Leben keine Konkurrenz herrschen, sondern das eine soll das andere durchwirken.

Blättern Sie ein wenig in den folgenden Seiten. Sicherlich bleibt mancher Gedanke bei Ihnen hängen.

 


Überall Gott

Vor dir sei Gott, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Neben dir sei Gott, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen
gegen Gefahren von links und rechts.

Hinter dir sei Gott, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.

Unter dir sei Gott, um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.

In dir sei Gott, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Um dich herum sei Gott, um die zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Über dir sei Gott, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott.

Amen.


Füreinander da sein, einander verzeihen,

den ersten Schritt tun, den anderen ausreden lassen,

sich selbst nicht so wichtig nehmen,

lieben und loslassen können,

Fehler nicht aufrechnen, bereit sein zu warten,

Vorurteile überwinden,

eine Sache von verschiedenen Seiten betrachten,

Menschen mit den Augen des Herzens sehen -

all das sind kleine Schritte zum Frieden!


 

Dezemberwunsch

Ich wünsche dir einen, der dich aufhält,

wenn du in den adventlichen Laufschritt fällst.

Er stelle sich in deinen Weg, freundlich aber bestimmt,

so dass du innehalten und zu Atem kommen kannst.

Ich wünsche dir einen, der den Ton leise dreht,

wenn es um dich oder in dir lärmt und brummt.

Er öffne dein Ohr, damit du unter all den Geräuschen

die Stimme des Engels vernimmst, der von Freude singt.

 

Tina Willms


 

Gebet zur Fastenaktion 2017

Mitgehender und mitfühlender Gott,

du kennst unsere guten Ideen und unser Verzagen,

unsere Hoffnung und unsere Mutlosigkeit.

Sei du bei uns in unseren Bemühungen,

unsere Ideen zu verwirklichen.

Begleite uns in unserem Ringen

um mehr Gerechtigkeit.

Sei du an der Seite derer,

die sich für dein Reich einsetzen

und stärke uns, damit wir gute Ideen erkennen,

sie wachsen lassen

und so die Erde verwandeln.

Amen


Gebet zum Friedenslicht von Bethlehem

Gott,

du bist ein Gott des Lichtes und des Friedens.

Du bist ein Gott der Liebe und der Hoffnung.

In unserer Welt, die oft so finster ist, so friedlos und kalt,

so lieblos und resigniert

kommen wir zu Dir mit diesem kleinen Licht.

So wie es brennt in dieser dunklen Zeit,

so entzünde auch unsere Herzen,

dass es warm und hell werde in uns und durch uns. Friedenslicht von

Mach uns zu Boten dieses Lichtes Bethlehem

und deines Friedens. 11. Dezember 2016

Lass uns eintreten für Gerechtigkeit und Solidarität,

dass Opfer und Täter der Gewalt neue Wege finden,

dass die verfeindeten Völker und Religionen neue Wege finden,

dass die Hoffnungslosen und die Lebensmüden neue Wege finden,

dass wir alle neue Wege finden.

Deine Wege finden, Gott des Lichtes und des Friedens!


 

Advent

Zeit der Erwartung –

Warten auf die Wiederkunft des Herrn –

Warten auf die Geburt des göttlichen Kindes –

„Kündet allen in der Not:

Fasset Mut und habt Vertrauen.

Bald wird kommen unser Gott;

herrlich werdet ihr ihn schauen.

Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.

Gott naht sich mit neuer Huld,

dass wir uns zu ihm bekehren.

Er will lösen unsre Schuld.

Ewig soll der Friede währen.

Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.

(Liedtext: Friedrich Dörr 1972)


 

Gott, Barmherziger,
nach deinem Erbarmen rufen wir
in einer Welt erbarmungsloser Gewalt,
gnadenloser Kriege, unbarmherziger Zerstörung:
dein Erbarmen
den Verfolgten und Vertriebenen,
den Verlassenen und Verlorenen,
den Armen, die du liebst.

Dein Erbarmen erkennen wir
in der Hoffnung der Notleidenden,
in der Kraft der Armen,
die auf dich vertrauen,
im selbstlosen Dienst der Vielen,
die deine Barmherzigkeit bezeugen.

Dein Erbarmen lass uns leben,
unser Herz verwundbar halten,
unsere Augen offen für die Not, nah und fern,
aufstehend für Recht und Würde
und unsere Hände reichen:

Deine Barmherzigkeit will
zu unserer Tat werden.
Deine Barmherzigkeit wollen wir preisen,
von deiner Güte erzählen,
weitersagen, was du zusagst:

Alle, die ihr Herz den Armen öffnen,
werden beschenkt
mit deinem Erbarmen.

 

Irmgard Icking

 


 

Im Menschen lebt die Sehnsucht,
die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags
und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung.

Immer lockt ihn das Andere, das Fremde.

Doch alles Neue, dass er unterwegs sieht und erlebt,
kann ihn niemals ganz erfüllen. Seine Sehnsucht ist größer.

Im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den ganz Anderen,
und alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an,
dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott.

(Augustinus, Bekenntnisse)


 

Es kommt nicht darauf an,

       wieviel wir tun,

sondern wieviel Liebe,

       wieviel Aufrichtigkeit,

       wieviel Glauben

       wir in unser Tun legen.

 

Hl. Mutter Teresa


 

Reisesegen

Guter Gott,
bei dir nimmt unser Leben seinen Ausgang und in dir wird es sein Ziel finden.

Sei mit uns unterwegs,
wie Jesus sich den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus zugesellt hat:

behutsam, aufrichtend und stärkend für die nächste Wegstrecke.

Möge diese Reise unser Leben bereichern und wir heil zurückkehren.

Amen

 

 


 

 

Der Herr behüte dich vor allem Bösen, er behüte dein Leben.

Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst,
von nun an bis in Ewigkeit.

(Psalm 121, 7-8)

Das Psalmwort antwortet auf die Hoffnung, vor Unheil und Alleinsein bewahrt zu werden, und auf die Sehnsucht nach umfassendem Wohlergehen.
Es sagt Gottes Nähe, Schutz und Geborgenheit zu: vom Beginn des Lebens, bei jedem Verlassen der eigenen vier Wände bis zur endgültigen Heimkehr in Gottes bergende Liebe.

 


 

 

Dank dir, o Gott, für die Wochen des Urlaubs,
die Tage des Freiseins von den Aufgaben,
die Stunden der Heiterkeit, da die Seele leicht wurde
und einer Feder gleich zum Himmel schwebte.

In diesen Tagen der Stille und Ruhe
konnte auch in mir still werden,
was mich aufwühlte und belastete.

Und ging mein Blick hinaus
in die Weite des Himmels und Meeres,
so verlor sich meine enge Sicht,
die sich schnell im kleinlichen Alltag verfängt.
Die in der Ferne dahin ziehenden Ozeanriesen
nahmen meine Sorgen mit sich.

Dank Dir, mein Gott, für Deine stille Weggemeinschaft
bei den Wanderungen am Strand,
beim Suchen der Muscheln und Zählen der Sterne,
Dank für Dein Zuhören und Fragen,
Dein Trösten und Deine Zuversicht.
Durch Dich wurde das Alleinsein nicht Einsamkeit.

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

 


 

Zum Pfingstfest

 

Mach alles neu!

Durch Dich, Heiliger Geist, kann alles neu werden.

Gib uns neue Gedanken

und lass uns das Undenkbare denken.

Gib uns neue Gefühle

und lass uns das Ungreifbare fühlen.

 

Gib uns neue Taten

und lass uns das Unmögliche tun.

Gib uns ein neues Herz

und lass uns dem Unfassbaren Raum geben.

Mach alles neu

und lass uns deine neue Welt sein hier auf Erden.

 

 


 

 

Auf dem Weg

Wir können aufbrechen - wir sind nicht allein.

Wir können das Leben wagen - da ist einer, der mit uns ist.

Wir können uns auf dem Weg machen - da ist einer, der mit uns geht.

Einer, der uns beschützt -

der seine bergende Hand über uns hält -

über dich und mich und uns und über unseren Heimatort,

unser Land und unser Welt.

Der uns behütet, uns in seine Obhut nimmt, wo immer wir sind.

In ihm können wir getrost sein.

Er, der uns Vater und Mutter ist -

Frieden und Gerechtigkeit -

Hoffnung und Grund -

der uns kennt und liebt und will und mag.

Er ist immer bei uns.

Amen


 

Auferstanden

Grab, das ist: Nicht mehr weiterkönnen.

Grab, das ist: Keine Aussicht haben.

Grab, das ist: zerbrochene Seele.

Grab, das ist: ausgeronnen.

Grab, das ist: tot.

Auferstanden, das ist: Aufgaben haben.

Auferstanden, das ist: Neuland sehen.

Auferstanden, das ist: Liebe schenken.

Auferstanden, das ist: vertrauen können.

 

Martin Gutl


 

Drei Dinge ...

kommen nicht zurück:

das gesprochene Wort,

das vergangene Leben und die

versäumte Zeit.


 

Segensgebet zur Fastenaktion 2016

Barmherziger und gerechter Gott,
der Schmerz der Menschen
und der Schrei der Schöpfung
sind dir nicht gleichgültig.

Du hast Erbarmen mit uns und deiner Erde.

In deiner Liebe zu uns
nährst du unsere Sehnsucht nach Gerechtigkeit,
die schon den Propheten Amos erfasst hat.

Lasst „das Recht strömen wie Wasser und
die Gerechtigkeit wie einen nie versiegenden Bach“,
damit die Güter gerecht verteilt,
die Schöpfung bewahrt
und alle Menschen Leben in Fülle haben.

Bewahre uns vor Zynismus,
Resignation und Gleichgültigkeit.

Segne uns,
damit wir Segen sind
für die Armen,
füreinander und
für deine Schöpfung.

Amen

 

Pirmin Spiegel


 

Überall Gott

Vor dir sei Gott, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Neben dir sei Gott, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen gegen Gefahren von links und rechts.

Hinter dir sei Gott, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.

Unter dir sei Gott, um dich aufzufangen, wenn du fällst, und dich aus der Schlinge zu ziehen.

In dir sei Gott, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Um dich herum sei Gott, um die zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Über dir sei Gott, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott.

Amen.


 

Füreinander da sein, einander verzeihen,

den ersten Schritt tun, den anderen ausreden lassen,

sich selbst nicht so wichtig nehmen,

lieben und loslassen können,

Fehler nicht aufrechnen, bereit sein zu warten,

Vorurteile überwinden,

eine Sache von verschiedenen Seiten betrachten,

Menschen mit den Augen des Herzens sehen -

all das sind kleine Schritte zum Frieden!

 



 Ein Mann traf ein kleines Mädchen, das am Strand auf und ab lief. Der Sturm hatte über Nacht mit den tosenden Wellen tausende von Seesternen ans Ufer getrieben. Da lagen sie, auf dem schwarzen Kies.

Das Mädchen hob immer wieder welche auf und warf sie zurück ins Meer.
Der Mann fragte sie: "Warum tust du das? Du wirst damit nie fertig werden. Hier liegen tausende von Seesternen herum. Sie werden sterben. Und es macht doch sowieso keinen Unterschied."

"Vielleicht stimmt das, was du sagst", antwortete das Mädchen und zeigte ihm den Seestern, den sie gerade in der Hand hielt, "aber für diesen einen macht es einen Unterschied."

 


 

 

 

Adventsfragen

Worauf
warten wir wirklich
und was
brauchen wir mehr denn je
und wie
soll da ein Anfang sein
wovon
und wer hofft überhaupt noch
worauf
und wann
bricht er denn an
dieser Tag?

Carola Moosbach, aus: Himmelsspuren. Gebete durch Jahr und Tag, Neukirchen-Vluyn 2001

 


 

 

Dezemberwunsch

Ich wünsche dir einen, der dich aufhält,
wenn du in den adventlichen Laufschritt fällst.
Er stelle sich in deinen Weg, freundlich aber bestimmt,
so dass du innehalten und zu Atem kommen kannst.

Ich wünsche dir einen, der den Ton leise dreht,
wenn es um dich oder in dir lärmt und brummt.
Er öffne dein Ohr, damit du unter all den Geräuschen
die Stimme des Engels vernimmst, der von Freude singt.

 

Tina Willms

 


 

 

Ein neues Kirchenjahr

Am Sonntag feiern wir den 1. Advent.
Ein neues Kirchenjahr beginnt.
Nicht mit Silvesterknallern,
es kommt leiser daher.
Mit Licht.
Mit nur einer Kerze.

Wir dürfen die erste Kerze am Adventskranz anzünden.
Viele Häuser und Gärten sind schon mit Lichtern geschmückt.
Der erste Advent - der erste Sonntag im neuen Kirchenjahr.

Mit dem Advent beginnt das Jahr -
damit, dass Gott kommt.
Wie ein grosser Wegweiser ist diese Zeit,
weist uns Richtung für alle Wege im neuen Jahr.
Dieser zeigt uns immer wieder neu an,
dass wir an den Gott glauben,
der auf uns zukommt -
wie ein Vater mit ausgebreiteten Armen.

Ursprünglich ist die Adventszeit darum auch eine Einkehrzeit:
Zum Stillwerden,
zum Neuschauen und Neuhören,
einkehren in das eigene Herz,
wieder mit dem Herzen hören lernen auf das grosse Wort von Gottes Liebe.

Doch bei vielen von uns ist das inzwischen ganz anders:
Wo und wie soll man bei all dem Adventstrubel mit dem Herzen hören? -
Trotz allem:
Gott lässt nicht locker.
Soviel steht fest!

Und in mir tönt es:

"Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich an Rat!"

Und ich antworte:

"Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist."

Komm, Jesus, König,
sei du mein Aufbruch,
sei du mein Zuhause.

 


 

Christkönig

Reich Gottes bedeutet,
dass Gott regiere, unmittelbar und mächtig.
Dass Gott aus der Freiheit seiner Liebe heraus
die Sünden vergeben habe, und der Mensch,
geheiligt durch die Heiligkeit Christi,
ganz Gottes Eigen sei.

Reich Gottes bedeutet,
dass Er in seiner Heiligkeit empfunden,
in seiner Majestät gespürt werde.
Dass die Freiheit sich ihm ergeben habe
und Gott im Willen des Menschen,
in allen seinen Kräften walte, freudig bejaht.

Reich Gottes bedeutet,
dass Gott in seiner Wirklichkeit
und Fülle deutlich werde
und alles durchherrsche
und das Geschöpf in Ihm sei,
eins mit Ihm,
und ebendarin frei zu seinem Eigensten.

Romano Guardini

 


 

 

Gott, Schöpfer der Welt
Zu unserer Gemeinde gehören Menschen
verschiedener Herkunft.
Uns unterscheidet Kultur, Sprache und Geschichte.
Unsere Alltagsgewohnheiten
– Feste und religiöse Gebräuche -
all das unterscheidet uns,
manches ist fremd und kann Ängste wecken.

Durch den Glauben an Dich, Vater
und an Jesus Christus,
Deinen Sohn und unseren Bruder,
sind wir Schwestern und Brüder
im Heiligen Geist.
Auf der ganzen Welt, an jedem Ort, zu jeder Zeit.

In jedem Menschen blickst Du uns an,
in jedem Antlitz begegnen wir
Dir und Deiner Liebe.
Jeder von uns ist einmalig,
jeder Mensch ist Dein Ebenbild,
jeder von uns ist gewollt und geliebt.

Manches trennt uns,
doch viel mehr eint uns
und führt uns zusammen zu einer großen Familie.
Gemeinsam wollen wir uns
immer besser verstehen,
uns als Schwestern und Brüder sehen,
die füreinander einstehen.

Schenke guter Gott,
dass wir draußen zeigen, was wir drinnen glauben.
Gib deinen Segen unserer Arbeit.
Lass uns Zeugen deiner Liebe sein,
die Trennendes überwinden hilft.
So beten und bitten wir im Heiligen Geist,
durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.

(angelehnt an das Limburger Partnerschaftsgebet)


 

Gott, ich bitte dich um Zeit
Zeit für mich selbst, für meine Seele.
mmer wieder nehme ich mir vor,
mein Leben ruhiger zu gestalten.
Und immer wieder erwische ich mich dabei,
wie ich mich hetze
oder wie ich mich hetzen lasse.
Und das, obwohl ich weiß,
dass mir das nicht gut tut.

Gib mir Zeit für meine Familie,
für meine Nächsten.
Ich wünsche mir,
dass Freude und Gelassenheit
und nicht der Stress im Mittelpunkt stehen.
Lass mich und die Menschen um mich herum
schöne Zeiten erleben.

Gib auch denen Zeit,
die nicht soviel Glück im Leben haben wie ich.
Den Armen und Obdachlosen,
den vielen Flüchtlingen,
den Opfern von Gewalt und Vertreibungen.
Gib ihnen Zeit,
sich an ihr neues Umfeld zu gewöhnen,
um sich von ihren Erlebnissen auszuruhen.
Schenke den hilfsbereiten Menschen Zeit,
die sie dabei unterstützen wollen.

Amen

 


 

 

Selig, wer glauben kann,
er wird auch Fragen haben,
aber er wird mit ihnen leben können.

Selig, wer hoffen kann,
er wird auch traurig sein,
aber er wird an der Trauer nicht zerbrechen.

Selig, wer lieben kann,
er wird auch enttäuscht werden,
aber er wird in den Wunden deine heilende Liebe erspüren.

Selig, wer verzeihen kann,
er wird nicht von allen geliebt werden,
aber dann und wann wird der Same des Friedens aufgehen.

Selig, wer barmherzig ist,
manche werden ihn ausnützen,
aber Gottes Liebe wird durch ihn scheinen.

Selig, wer glauben kann,
manche werden ihn nicht verstehen,
aber letztlich wird alles gut.

aus: Gottes Volk, Lesejahr A 8/2008,
Verlag Kath. Bibelwerk GmbH, Stuttgart, 2008, 66.

 


 

Dein Heil lass uns verkünden, Gott,
von Tag zu Tag,
mit segnenden Händen,
mit heilender Berührung,
mit Not wendender Tat.

Dein Heil lass uns verkünden, Gott,
von Tag zu Tag,
gegen das Dunkel der Angst,
gegen die Last der Armut,
gegen die Bedrohung der Gewalt.

Dein Heil lass uns verkünden, Gott,
von Tag zu Tag,
mit der Freude des Glaubens,
mit der Kraft der Hoffnung,
mit der Macht der Liebe.

Dein Heil lass uns verkünden, Gott,
von Tag zu Tag,
über alle Grenzen,
gegen alle Widerstände,
wider alles Unheil.

Dein Heil lass uns verkünden, Gott,
von Tag zu Tag,
mit Liedern und Tanz,
mit Anmut und Poesie,
mit Herzen, voll von Dank

Irmgard Icking


 

SEGEN

Gottes Kraft
stärke deinen Rücken,
sodass du aufrecht stehen kannst,
wo man dich beugen will.

Gottes Zärtlichkeit
bewahre deine Schultern,
sodass die Lasten, die du trägst,
dich nicht niederdrücken!

Gottes Weisheit
bewege deinen Nacken,
sodass du deinen Kopf frei heben und
ihn frei dorthin neigen kannst,
wo deine Zuneigung von Nöten ist.

So segne dich der mit dir gehende Gott,

+ der Vater, der Sohn

und der Heilige Geist. Amen

 

Misereor


 

In deiner Nähe

In deiner Nähe, Gott,
erwacht auch in der Nacht
die Hoffnung neu in mir,
und das Licht wird geboren.

In deiner Nähe, Gott,
schwinden meine Ängste,
lösen sich meine Fesseln,
bin ich ein neuer Mensch.

In deiner Nähe, Gott,
geht mir das Herz wieder auf,
werde ich empfänglich für
das Wunder des Augenblicks.

In deiner Nähe, Gott,
erstrahlt mein Gesicht,
wachsen meine Wurzeln
und meine Flügel.

In deiner Nähe, Gott,
schöpfe ich neuen Mut,
gewinne ich Zuversicht,
blühe ich wahrhaft auf.

In deiner Nähe, Gott,
suche ich dich in mir,
finde ich mich in dir,
geschieht Begegnung.

Paul Weismantel


Stille

Ein Mönch wurde von Fremden gefragt, warum er ein Leben in der Abgeschiedenheit führe. Er saß gerade am Rand eines Brunnens und hatte einen Eimer Wasser geschöpft. Er bat die Fremden in den Brunnen zu sehen und zu beschreiben was sie erkennen können. Sie blickten in den Brunnen und konnten nichts sehen. Nach einer Weile bat er sie abermals in den Brunnen zu sehen und sie sagten:

"Wir können uns selbst sehen!"

"So ist es mit der Stille" sagte der Mönch.

"Wenn alles zur Ruhe gekommen ist, findest du dich selbst."

 

Dank für den Urlaub

Es kommt nicht darauf an,

wieviel wir tun,

sondern wieviel Liebe,

wieviel Aufrichtigkeit,

wieviel Glauben

wir in unser Tun legen.

Hl. Mutter Teresa