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Gedankensplitter ...

Offene Tür

offene Tür
offene Tür

Herr, schon so oft bin ich durch dieses Portal gegangen, in guten Tagen, um dir zu danken, in schweren Tagen, um mein Leid vor dir auszubreiten.

Ich bin hineingegangen, um zu beten und zu feiern mit meinen Brüdern und Schwestern: Die Feste meiner Familie, die Feste des Kirchenjahres und die alltäglichen Stunden, in denen ich bei dir zur Ruhe gekommen bin.

Ich bin herausgekommen mit Freude, weil ich deine Nähe spürte, mit schlechtem Gewissen, weil ich mit meinen Gedanken überall war, nur nicht bei dir, mit Verärgerung, weil mir Worte, Gebete und Gesänge zu weltfremd erschienen.

Herr, eine Türe, die sich öffnet und schließt, wird zum Gleichnis der Türe, vor der du stehst und durch die du eintreten willst. Mit allem Auf und Ab meines Lebens will ich dir öffnen.

Denn du eröffnest mir Leben. Amen.

 

Gottesbeweis wäre das Ende der Religion

„Gott kann man nicht entdecken.“ Davon ist der österreichische Quantenphysiker Anton Zeilinger überzeugt. „Wäre Gott naturwissenschaftlich nachweisbar, so wäre dies das Ende der Religion“, sagte der Leiter des Wiener Instituts für Experimentalphysik dem Nachrichtenmagazin „Profil“. In die Kirche zu gehen, wäre dann nicht mehr Ausdruck des Glaubens, sondern „beinhartes Kalkül“.

Die zentrale Frage lautet Zeilinger zufolge: „Wo gibt es in den Naturwissenschaften eine Rolle für Gott, die nicht im Widerspruch zu den Naturgesetzen steht - und nie stehen wird?“

Diese Suche könne nur dort erfolgreich sein, wo es nichts Erklärbares gibt. Dies wären etwa die Naturgesetze selbst. Denn niemand könne die Frage nach dem „Woher“ beantworten; sie seien einfach da. Allein schon, dass die Natur- und auch die Evolutionsgesetze so funktionieren und dass es Leben gibt, empfinde der Physiker als phantastisch.

[Gefunden in der Wochenzeitschrift „Christ in der Gegenwart“ Nr. 35/2012, S. 382]

 

Vater Unser: ernstgenommen

Sag nicht VATER,
wenn du dich Tag für Tag nicht als sein Kind aufführst!

Sag nicht UNSER,
wenn du dich isoliert einigelst in deinen Egoismen!

Sag nicht im HIMMEL,
wenn du ausschließlich an Dinge dieser Erde denkst!

Sag nicht DEIN REICH KOMME,
wenn du es verwechselst mit materiellem Erfolg!

Sag nicht DEIN WILLE GESCHEHE,
wenn du dich gegen ihn auflehnst, sobald es schwer ist!

Sag nicht UNSER TÄGLICHES BROT GIB UNS HEUTE,
wenn dir die Hungernden nicht am Herzen liegen!

Sag nicht VERGIB UNS UNSERE SCHULD,
wenn du haderst mit deinen Mitmenschen!

Sag nicht ERLÖSE UNS VON DEM BÖSEN,
wenn du nicht ankämpfst gegen das Böse!

Sag nicht AMEN,
wenn du die Worte des Vaterunsers nicht ernst nimmst.

 

Christen aus Uruguay / Genaue Quelle unbekannt.

 

Wollen Sie 2 bis 7 Jahre länger leben?

Wer an Gott glaubt, lebt länger. Mehreren Studien aus den USA zufolge steigt die Lebenserwartung um durchschnittlich bis zu sieben Jahren, wenn man einmal pro Woche einen Gottesdienst besucht. Ob Kirchgänger oder nicht, haben gläubige Menschen allgemein ein stärkeres Immunsystem, ihr Blutdruck ist niedriger, und das Risiko, an Depressionen zu erkranken, ist geringer. Konkret kommt Soziologe Robert Hummer von der Universität Texas zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein wöchentlicher Gottesdienstteilnehmer in den nächsten acht Jahren stirbt, nur halb so hoch ist, wie für jemanden, der der Kirche fernbleibt. Eine genaue wissenschaftliche Erklärung dafür steht bisher noch aus.

Dass Kirchgänger öfter „unter Leute“ kommen und ein gesünderes Gemeinschaftsgefühl empfinden, mag ein Grund sein. Kritiker wenden ein, dass dies auch auf Mitglieder von Sportvereinen zutrifft. Immerhin, so das US-Magazin TIME im Februar 2009, sei die Heilungschance von Krebspatienten höher, wenn ihr behandelnder Arzt mit ihnen über Glau-bensfragen spricht.

Gefunden im Missio Magazin 1/11, S. 31

 

Das Kreuzzeichen – ein stilles Gebet

Auf einer Tagung evangelikaler Christen ... hat der Erlanger Religionspädagoge Günther R. Schmidt dafür geworben, dass auch evangelische Christen wieder das Kreuzzeichen pflegen. Die Selbstbekreuzigung sei kein konfessionelles Kennzeichen der Katholiken oder Orthodoxen, sondern ein kurzes, ökumenisches und trinitarisches Gebet. In ein Kreuzzeichen könne man hineinlegen:

das Bekenntnis zum Glauben an den dreieinigen Gott,

die Hingabe an Jesus Christus,

das Lob Gottes,

die Bitte um den Segen,

das Zeichen von Dank und Zuversicht.

Aufgespießt in: Christ in der Gegenwart Nr. 27, 6. 7. 2008 S 290.

 

Ich freue mich, Herr, ich freue mich und freue mich.

Freude
Freude
Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel.
Die Nacht ist verflattert, und ich freue mich am Licht.
Deine Sonne hat den Tau weg gebrannt vom Gras und unseren Herzen.

Herr, ich bin fröhlich heute am Morgen.
Die Vögel und die Engel jubilieren, und ich singe auch.
Das All und unsere Herzen sind offen für deine Gnade.
Ich fühle meinen Körper und danke.

Herr, ich freue mich an der Schöpfung
und dass du dahinter bist und daneben und davor und darüber und in uns.
Ich freue mich, Herr, ich freue mich und freue mich.
Die Psalmen singen von deiner Liebe.
Die Propheten verkündigen sie,
und wir erfahren sie:
Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Himmelfahrt ist jeder Tag in deiner Gnade.

Herr, ich werfe den Tag wie Vögel an den Himmel.
Ein neuer Tag, der glitzert und knistert und knallt und jubiliert von deiner Liebe.
Jeden Tag machst du. Halleluja.

(Aus Westafrika)

 

Ziehende Landschaften

Ziehende Landschaften

Man muss weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.

 

 


 

 

 

Ziehende Landschaften

Man muss den Atem anhalten,
bis der Wind nachlässt
und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt,
bis das Spiel von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster zeigt
und wir zuhause sind,
wo es auch sei,
und niedersitzen können und uns anlehnen,
als sei es an das Grab
unserer Mutter.

Hilde Domin

 

Der Mensch lebt in Gott

(Der Mensch lebt in Gott P1020268.JPG; 880 kB)
Die Fische eines Flusses sprachen zueinander: „Man behauptet, dass unser Leben vom Wasser abhängt: Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen nicht, was Wasser ist.“

Da sagten einige, die klüger waren als die anderen: „Wir haben gehört, dass im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm gehen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen.“

So machten sich einige auf und kamen auch endlich in das Meer und fragten den gelehrten Fisch. Als dieser sie angehört hatte, sagte er: „O ihr dummen Fische! Im Wasser lebt und bewegt ihr euch. Aus dem Wasser seid ihr gekommen, und zum Wasser kehrt ihr wieder zurück. Ihr lebt im Wasser, aber ihr wisst es nicht.“

So lebt der Mensch in Gott. Gott ist in allen Dingen, und alle Dinge sind in Gott!

Und doch fragt der Mensch: „Kann es Gott geben? Was ist Gott?“

(aus einer alten Klosterhandschrift)

 

Fenster

(Fenster P1000353.JPG; 952 kB)
Du sollst sein wie ein Fenster,
durch das Gottes Liebe in die Welt hineinleuchten will.

Die Scheibe darf nicht stumpf und schmutzig sein.

Sonst verhinderst du das Leuchten Gottes in der Welt.

Hl. Edith Stein

 

 

Herz Jesu

(Herz Jesu P1000349.JPG; 786 kB)
Gib uns ein Herz,
um dich zu lieben,
ein Herz aus Blut
und nicht aus Stein,
auf dass wir Gott lieben
und die Menschen.
Gib uns dein Herz,
auf dass wir wahrhaft lieben
und uns selbst vergessen.
Es ist höchste Zeit, dass in uns dein Herz schlägt
und nicht das andere, das so schlecht schlägt,
wenn es um andere geht.
Deine Liebe, Herr, rede aus uns.

Léon Joseph Kardinal Suenens

 

Der Weg zum Glück

Erfahrung von Oliver Kahn

In seinem persönlichen Jahresrückblick äußert sich Oliver Kahn (im „Tagesspiegel“) über die bittere sportliche Niederlage und seine Erfahrungen auf der Ersatzbank während der Weltmeisterschaft: Es sei ein ungewöhnliches Erlebnis gewesen, durch Nichtstun Anerkennung und Sympathie zu erfahren.

„Es ist genau diese Lebenserfahrung, mit der mich diese Weltmeisterschaft bereichert hat. Für einen mit meinem Denken und meiner Persönlichkeit ist das ein echter Wendepunkt. Ich war immer nur aufs Gewinnen gepolt. Ich glaubte daran, wenn ich einen Titel hole und noch einen Titel, dann macht mich das irgendwann zufrieden und glücklich. Aber so ist das leider nicht. Du hetzt sofort der nächsten Meisterschaft hinterher und machst dich verrückt damit. Das ist der falsche Weg zum Glück. Im Sommer habe ich dann feststellen dürfen, es gibt noch eine ganz andere Art von Erfolg, der nichts mit Zählbarem zu tun hat, nichts mit Titeln. Ich habe nur etwas getan, was die meisten Menschen offenbar nicht von mir erwartet haben: stillgehalten.

 

Engel

Manche Engel
manche Engel sind wie Du und ich ...
manche Engel sind wie Du und ich ...

haben faltige Gesichter und schwielige Hände,

aber sie kennen den Weg und seine Gefahren,

sie nehmen uns fest an der Hand

und führen uns

mit der ganzen Erfahrung ihrer Jahre,

wenn wir uns verirrt haben.

Manche Engel

tapsen neugierig auf kleinen Beinen ins Leben,

haben keine Ahnung, wohin der Weg führt,

aber sie nehmen uns

mit strahlendem Lächeln

und voll grenzenlosem Vertrauen

fest an der Hand

und hoffen, dass wir sie führen.

Manche Engel

wissen nicht einmal, dass sie von Gott kommen,

nur, dass sie füreinander bestimmt sind

und einander nicht loslassen dürfen,

wenn die Welt Bestand haben soll.

Manche Engel

sind wie Du und Ich.

 

Altwerden

Herbstblätter
Herbstblätter
„Herr Gott, du und ich, wir haben ein Geheimnis. Das Altwerden bringt einiges mit sich, was Spaß macht. Wir müssen uns nicht mehr von der Welt plagen lassen. Die Leute übersehen uns. Wir brauchen nicht mehr den Schein zu wahren, sondern können auf kindliche Freuden zurückgreifen: Zusehen, wie eine Spinne ihr Netz webt. Vor einem Licht Schattenbilder an die Wand werfen. Statt einer Hauptmahlzeit Kompott mit Sahne essen. Die ganze Nacht wach bleiben. Sterne zählen. Trödeln. Zu Hause bleiben und mit einem alten Freund Schach spielen. Einen verrückten Hut tragen. - Warum hast du mir nicht verraten, dass das Altwerden neben allem, was ich daran hasse, auch manches Vergnügen mit sich bringt? Ach, ich weiß: Weil ich es nie geglaubt hätte."

Elise Maclay