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Komme ich an?

„Wie komme ich bei den Leuten an?“, so fragen wir uns ab und zu und zeigen damit häufig unsere eigene Unsicherheit. Manchmal auch – und das ist dann positiv– unsere Bereitschaft, uns selbst korrigieren zu lassen.

Komme ich an – oder bleibe ich stehen, bleibe ich stecken? Habe ich überhaupt ein Ziel – oder dient der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ nur meiner eigenen Beruhigung, weil ich spüre, dass ich orientierungs- und ziellos lebe? Was etwas anderes ist als echte Freiheit.

Advent heißt „Ankunft“. Gemeint ist die „Ankunft unseres Herrn Jesus Christus“. Kommt er „bei uns Leuten“ an? Bei den Menschen von heute? Bei uns Christen von heute? Bei mir? Oder stecken wir ihn in die Kirchen-, Fest- und Feiertagsschablone, die wir nur ab und zu öffnen, wenn wir gerade Lust haben? Ist er für mich ein Ziel, das folgerichtig auch meinen Lebensweg bestimmt? Das diesen meinen Weg wertvoll macht, ihm nicht die Freiheit nimmt. Das mich im Gegenteil frei macht von vielen Abhängigkeiten.

Ich möchte Ihnen – und mir selbst – Mut machen, uns immer wieder von Jesus Christus her zu korrigieren. Ganz ohne Angst, ganz ohne uns klein zu machen. Weil Gott durch Christus seine Hände ganz weit aufgemacht hat.

Wir können ihn nicht verfehlen, wenn wir uns in Gebet und Gottesdienst aufmachen und uns ihm öffnen. Wir können ihn nicht verfehlen, wenn wir uns aufmachen und uns dem Nächsten gleich neben uns in der Familie oder Nachbarschaft öffnen. Wir können ihn nicht verfehlen, wenn wir uns aufmachen und uns – gerade jetzt vor Weihnachten – den Armen dieser Welt öffnen. Wir können ihn nicht verfehlen, wenn wir uns auf machen und offen bleiben für die Freuden und Sorgen, Chancen und Risiken in dieser Welt und in unserem persönlichen Leben.

Ich wünsche Ihnen allen, dass in Ihnen und durch Sie Christus neu ankommt!

Ihr   Pfarrer Zettelmaier.