Kirchenrundgang St. MagdalenaWegbegleiter für Besucher der Pfarrkirche St. Magdalena
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| St. Magdalena - Innenraum |
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Die Kirche erzählt Ihnen zunächst etwas über ihre Geschichte. Etwa am Anfang des 14. Jahrhunderts wurde mit dem Bau begonnen und gegen Ende des 14. Jahrhunderts gelang es ihn zu vollenden. Doch schon im 11. Jahrhundert stand an der gleichen Stelle eine Kirche, die dem hl. Martin, dem Schutzpatron der Franken, geweiht war. Die lange Bauzeit weist uns auf die Schwierigkeiten und Nöte der Bürger von Herzogenaurach hin, die sich in der Bauzeit ergaben.
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M. Welker  |
| Holzdecke - sie ist mit verschiedenen Ornamenten, mit Sternen, am unteren Rand auch mit Pflanzen und Fabeltieren bemalt. |
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Sie erleben hier einen großen freien Raum. Der Blick zum Altar ist durch nichts verstellt. Eine wunderbare Holzdecke wölbt sich über diesen weiten Raum. Sie ist mit verschiedenen Ornamenten, mit Sternen, am unteren Rand auch mit Pflanzen und Fabeltieren bemalt.
Die ganze Schöpfung preist den Schöpfer der Welt, oder: Der Himmel geht über allen auf! Das sind wohl die Gedanken, die den Erbauern wichtig waren: Wir brauchen einen schönen Raum für die Feier des Gottesdienstes - vor allem am Sonntag. Wir wollen da die Taufe unserer Kinder feiern, auch ihre Hochzeit. Wir wollen hier Eucharistie feiern und uns Kraft holen in den schweren Tagen, besonders wenn jemand verstorben ist. Und wir brauchen einen Raum, wo wir auch einmal still zum Gebet verweilen können.
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M. Welker  |
| Taufstein |
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Auf dem Weg durch die Kirche kommen Sie zum Taufstein am linken Seitenausgang. An der Wand sehen Sie Johannes den Täufer und den ersten Märtyrer, den heiligen Stephanus. Der linke Seitenaltar erzählt uns die Frohbotschaft: Gott ist Mensch geworden. Im Giebelfeld ist die Verkündigungsszene dargestellt, wie sie uns der Evangelist Lukas bietet. "...Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst Du gebären. Ihm sollst du den Namen Jesu geben." In der Mitte Maria, die Mutter Jesu, mit ihrem Kind auf dem Arm. An der Seite sind die hl. Mutter Anna und der hl. Joachim, die Eltern Marias. Links an der Wand der hl. Joseph.
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M. Welker  |
| rechter Seitenaltar |
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Gehen wir gleich zum rechten Seitenaltar. Er erzählt uns von Menschen, die Jesus gefolgt sind und deren Beispiel die Menschen gerne vor ihren Augen hatten. Da ist in der Mitte der hl. Sebastian. Zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian war er Offizier der kaiserlichen Leibgarde. Weil er sich für die unschuldig verfolgten Christen einsetzte und zwar direkt vor dem Kaiser, wurde er zum Tode verurteilt. Übrigens: der hl. Sebastian ist der Stadtpatron von Herzogenaurach.
Ein Mann, der die Minderheiten in Schutz nimmt, ist ein gutes Vorbild für die Bürger! Links der hl. Antonius von Padua mit dem Kind auf dem Arm, ein Freund der kleinen Leute im 13. Jahrhundert. Rechts der hl. Leonhard mit der Kette in der Hand. Er hat sich für die Befreiung der Gefangenen eingesetzt. Im Giebelfeld sehen Sie eine Darstellung der heiligsten Dreieinigkeit.
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M. Welker  |
| Hochaltar |
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Wenden wir uns nun dem Chorraum zu. Da steht der barocke Hochaltar aus dem Jahre 1700. Auch er erzählt die Heilsgeschichte. Ganz oben im Giebelfeld finden wir eine Darstellung der heiligsten Dreifaltigkeit. Gott Vater, der Schöpfer der ganzen Welt, offenbart seine Güte und Macht in Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Der Hl. Geist - dargestellt durch die Taube - ist die Liebe, die beide verbindet und dazu die alles durchdringende Weisheit.
Darunter steht Maria, die Mutter Jesu. Flankiert wird sie von dem heiligen Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde, den Patronen unseres Erzbistums Bamberg. Im Zentrum steht das Kreuz und der gekreuzigte Jesus. Er ist den Weg mit und für uns Menschen gegangen durch Freude und Leid bis in den Tod. Am Fuß des Kreuzes sitzt, das Kreuz umfangend, Maria Magdalena, die Patronin der Pfarrkirche. Sie blieb bei Jesus, als er wie ein Verbrecher zur Kreuzigung geführt wurde. Sie ist auch die Frau, die als Erste Zeugin und Verkünderin der Auferstehung Jesu wurde. Auf gleicher Höhe mit dem Kreuz stehen die beiden Apostel Petrus (mit den Schlüsseln) und Paulus (mit dem Schwert).
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M. Welker  |
| Sakramentshaus |
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Links vom Hochaltar ist das Sakramenthaus angebracht. Es stammt aus dem beginnenden 15. Jahrhunderts. Hier wurde früher das Allerheiligste, die bei der hl. Messe übrig gebliebenen Hostien, aufbewahrt. Dazu dient heute der Tabernakel, mitten im Hochaltar. Priester und KommunionhelferInnen bringen von hier den Leib des Herrn zu den Kranken und zu denen, die nicht mehr zum Gottesdienst kommen können. An diesem Sakramentshaus können Sie noch zwei Heiligenfiguren finden: St. Georg, dargestellt als Kämpfer gegen den Drachen - das Böse - und die heilige Ottilie. Nach der Überlieferung war sie ein blind geborenes Kind. Durch den Empfang der Taufe ist sie sehend geworden.
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| Altar |
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Mitten im Chor sehen Sie den für die Feier der Eucharistei bestimmten Altar. Hier wird fast täglich das hl. Mahl gefeiert, das Jesus mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod gefeiert hat. Der Künstler hatte folgenden Gedanken: Ich will einen Stein schaffen; dieser soll kostbar gefaßt sein und auf diesem kostbaren Altar soll das Geheimnis gefeiert werden, das uns auf das Innigste mit Jesus verbindet.
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| Fenster des Kirchenschiffes |
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Die Fenster des Kirchenschiffes stammen aus dem Jahr 1906. Sie haben hauptsächlich die Gleichnisse Jesu als Thema.
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M. Welker  |
| Der "Beter" |
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Und zum Schluss: Vergessen Sie nicht beim "Beter" vorbeizuschauen. Sie finden ihn am Fuß der Kanzeltreppe. Er will uns immer ganz unauffällig sagen: Bleib noch ein bißchen! Beten - auch wenn es nur kurz ist - ist ein Aufatmen der Seele. Unser Leben ist Gottes gutes Geschenk und es ist in Gottes Hand. Wenn Sie noch mehr über unsere schöne Kirche wissen möchten - es steht alles im Kirchenführer, der am Schriftenstand aufliegt. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Gottes Segen für Ihr Leben.
Autor: Hans Sterzl, Pfarrer i.R. Ergänzungen und Photos: Dr. Manfred Welker
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