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Gemeindeleben

Mission -  Entwicklung - Frieden 

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Mitglieder:

Geistl. Rat Dr. Mathew Kiliroor
Angelika Donhauser
Ellen Backer
Klothilde Barth
Kathrin Hahn
Helga Haupt
Franziska Höll
Marianne Kröner
Renate Neubauer
Elisabeth Seeler
Heinrich Beck

 

Unser Selbstverständnis

Das Heil Gottes richtet sich auf den ganzen Menschen, die menschliche Gesellschaft und die Welt.

Es will alle Bereiche des menschlichen Lebens und der Kultur durchdringen. In diesem Sinne sprechen wir von integralem Heil. Es umfasst die diesseitige Lebenswirklichkeit des Menschen wie auch das Leben nach dem Tod und die eschatologische Vollendung (die Verwirklichung des Reiches Gottes) in der Welt.

Heil ist von Gott geschenktes, in ihm geborgenes und von ihm erlöstes Leben; es ist Leben in Fülle
(Joh 10,10).

Nicht umsonst hat die Weltkirche 1971 in ihrem Dokument Justitia in Mundo (6) unterstrichen: "... für uns sind Einsatz für Gerechtigkeit und die Beteiligung an der Umgestaltung der Welt wesentlicher Bestandteil der Verkündigung der Frohen Botschaft, die in der Sendung der Kirche zur Erlösung des Menschengeschlechts und zu seiner Befreiung aus jeglichem Zustand der Bedrückung führen. In diesem umfassenden Sinn ist der Einsatz für das Leben heute ein besonderer Schwerpunkt.

Das Evangelium, das wir verkünden, ist „Evangelium des Lebens“
(Johannes Paul II., Evangelium vitae)

Die Kirche möchte in die Welt hinein verkünden, dass der Friede und die Versöhnung mit Gott auch zum Frieden unter den Menschen führt. Die Kirche und die Christen möchte den Menschen in der Welt zeigen und bezeugen, wie sich Gottes Liebe und die Erlösungstat Christi auch in den gesellschaftlichen Verhältnissen auswirken kann.

Im Einsatz für die Entwicklung und für den Frieden nimmt der Mensch - wenngleich immer begrenzt, aber doch wirksam - teil am Heilshandeln Gottes. Deshalb sind die verschiedenen Dienste für Verkündigung und Mission, für soziale Hilfe, Entwicklung und Frieden in der Motivation des praktischen Vollzugs zuinnerst aufeinander bezogen. Sie stellen zusammen die eine Sendung und das gemeinsame Ziel dar:

Versöhnung mit Gott und den Menschen untereinander in Gerechtigkeit und Liebe, auch wenn sie ihre je eigenen Ziele und Sachaufgaben haben. Jeder dieser Bereiche ist ‚weltbezogen‘ und ‚missionarisch‘. Sie ergänzen sich, auch wenn das Ziel des einen nicht zum Mittel des anderen werden darf.

Die Bereiche "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" zählen heute zu den zentralen Lebensfragen der Menschheit. Als Christen sind wir herausgefordert, unseren Beitrag zur Verwirklichung von Gerechtigkeit und Frieden sowie zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten. Uns ist es aufgetragen (Mission), die Botschaft vom "Evangelium des Friedens" in die Welt hineinzutragen.

Die Mission in der Weltkirche braucht Kopf, Herz und Hand, die wie beim menschlichen Körper zusammenwirken müssen. Daher ist die Weltkirche als Glaubensgemeinschaft gleichermaßen eine Lerngemeinschaft, eine Gebetsgemeinschaft und eine Solidargemeinschaft. Eine Lebensweisheit, die in asiatischen Ortskirchen überliefert wird, bringt es auf den Punkt:

„Niemand ist so reich, dass er nichts zu empfangen hätte,
und niemand ist so arm, dass er nichts zu geben hätte.“

In diesem Sinn leben alle Ortskirchen vom Empfangen und Geben und können voneinander lernen.
Die wichtigsten ersten Schritte bestehen darin, Interesse für die Anderen zu entwickeln, zur wechselseitigen Anerkennung als gleichwertige Partner zu kommen und vielfältiges Teilen und Mitteilen einzuüben. So wird Kirche zum Ort geschwisterlicher Liebe.

Zu den Aufgaben gehört es,

  • die eigene Gemeinde für christliche Lebensfragen zu sensibilisieren,
  • Ursachen von Unfrieden, Ungerechtigkeit und Zerstörung der Schöpfung zu ergründen
  • und konkrete Schritte des Handelns für einzelne in der Gemeinde darzustellen.

Im Blick auf die Weltkirche sollten Christen Anwalt für Menschenrechte sein.

Als Anstöße zur praktischen Umsetzung ergeben sich die Gestaltung von kirchlichen Aktionen wie

  • Adveniat, Misereor, Renovabis
  • Sonntag der Weltmission
  • Sternsinger

oder Tage, die im Kirchenjahr einen Themenschwerpunkt aufgreifen, wie z.B.

  • Weltfriedenstag

oder auch Daueraktionen wie

  • Verkauf von Eine Welt-Waren
  • Unterstützung beim Fairhandeln von Transfair-Produkten.

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