Wir über unsKirchenführungAltarkreuzDie Kunstschätze unserer Kirche aus der Nähe betrachtetÜber moderne Kirchen wird wegen ihrer Nüchternheit und der kahlen Wände sehr oft geschimpft. Unsere Kirche wird von den meisten Besuchern als schön und einladend empfunden. Der Raum selbst wirkt ohne Figuren und Bilder sakral und erhebt den Beter in eine religiöse Atmosphäre. Nur sparsam sind Kunstwerke angebracht. Wir wollen sie hier aus der Nähe betrachten und in ihrem Sinn erschließen. Der Kölner Künstler Egino Weinert schuf für unsere Gemeinde 1979 das Altarkreuz, 1980 den Kreuzweg und 1981 die Monstranz. Das Altarkreuz
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| Pfarrei St. Heirich, Erlangen |
| Altarkreuz, Vorderseite |
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Der Altar ist die Mitte unserer Gemeinde. Hier feiern wir das Geheimnis unseres Glaubens: Den Tod und die Auferstehung des Herrn, bis er wiederkommt in Herrlichkeit. So kommt auch dem Kreuz über dem Altar eine besondere Bedeutung zu. Es zeigt in 16 einzelnen Emailbildern Szenen aus dem Evangelium, die zusammen das Heilsgeschehen ausdrücken wollen.Die Vorderseite des AltarkreuzesDie Mitte bildet die Kreuzigung nach der Darstellung des Johannesevangeliums mit Maria und Johannes unter dem Kreuz. Für das Johannesevangelium ist der Tod Jesu am Kreuz zugleich seine Erhöhung. Tod und Auferstehung werden hier zusammen gesehen. Darauf weisen wohl auch Sonne und Mond, die über dem Kreuz stehen. Der Korpus Jesu steigt als Bronzeplastik aus dem Emailbild heraus. So wird Christus am Kreuz im wörtlichen Sinn herausgehoben. Dieser Gedanke wurde schon in alten Kunstwerken verwirklicht, etwa am spätgotischen Hauptaltar in Dinkelsbühl, wo dem figurenreichen Tafelbild ein geschnitztes Kruzifix aufgesetzt wurde. Den Gedanken der Auferstehung betonen die Bilder über und unter der Kreuzigungsszene. Jesus erscheint dem Tomas. "Selig, die nicht sehen und doch glauben", gilt dem Tomas und uns allen, die wir hier unter dem Kreuz zur Eucharistiefeier versammelt sind. Thomas von Aquin lädt uns dazu in seinem verinnerlichten, andachtsvollen Eucharistiehymnus ein: Kann ich nicht wie Tomas schaun der Wunden rot, bet' ich dennoch gläubig "Du mein Herr und Gott" (GL Nr. 546/4). Die Emmausszene darunter erinnert uns immer wieder daran, dass wir beim Brotbrechen dem auferstandenen Herrn begegnen, der mit uns durch sein Wort das Herz entbrennen lässt und der sich im Mahl uns zu erkennen gibt. Die Rückseite des Altarkreuzes
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| Pfarrei St. Heinrich, Erlangen |
| Altarkreuz, Rückseite |
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Wie im Johannesevangelium die Fußwaschung die Mitte des letzten Mahles Jesu mit den Jüngern bildet, so ist hier auf dem Kreuz die Fußwaschung als Mitte dargestellt. Jesus begegnet uns in der Eucharistie als Dienender. Er ist nicht gekommen, um uns zu beherrschen und erst recht nicht, um uns zu demütigen, sondern um uns zu dienen.Sinnigerweise ist diese Seite des Altarkreuzes dem Priester zugewandt. Ihm sagt diese Szene: Vorsteher und Gemeinde stehen nicht in einer Über- und Unterordnung. Beide sind in dieser Feier die vom Herrn Beschenkten. Beide gehen von der Eucharistiefeier in die Welt mit dem Auftrag und der Kraft: "So soll es unter euch sein...Wer der Größte unter euch sein will, werde der Diener aller." Das Bild darüber erzählt vom Frühmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am See von Tiberias nach dem reichen Fischfang hielt (Joh. 21,9-12): "Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlefeuer und darauf Fisch und Brot." Die Einladung Jesu an die Jünger gilt auch uns: "Kommt und esst!" Die Szene darunter mit der Auferweckung des Lazarus veranschaulicht das Jesuswort (Joh. 11): "Ich bin die Auferstehung und das Leben..." Mit Marta wollen wir bekennen: "Ja Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll." Rechts neben der Fußwaschung: Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen. Ihr sagt der Herr (Joh 4,14): "Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt." Das linke Bild lädt uns zum Mahl mit Jesus trotz unseres Sünderseins. Mit dem Hauptmann von Kafarnaum dürfen wir sprechen: "Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort und meine Seele wird gesund." Und wir dürfen hinzufügen: "Bin ich deiner auch nicht würdig, so bin ich deiner doch bedürftig." Jesus hat das schlichte Zeichen des Brotes gewählt für sein Mahl. Brot muss man in sich aufnehmen, wenn man dadurch Kraft gewinnen will. Brot ist keine Auszeichnung für die Tüchtigen, sondern Energiequelle für die Schwachen. Dieses Brot ist die Speise, die wir für unser Leben brauchen. Jesus lädt uns immer wieder zu seinem Mahl, denn er ist in die Welt gekommen um zu dienen und sein Leben hinzugeben, damit wir das Leben in Fülle haben. Das Altarkreuz von der Seite gesehen
Von der Orgel ausMara Magdalena fällt Jesus zu Füßen
Nikodemus kommt zum nächtlichen Gespräch zu Jesus
Jesus segnet die Kinder Vom Ambo aus
Die Brotvermehrung: Der Junge bringt Jesus fünf Brote und zwei Fische
Das Wunder zu Kana
Jesus heilt: Ein Aussätziger mit Krücke steht stellvertretend für alle Kranken
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