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"Eine ganz tolle Leistung"
Bösenbechhofen feierte Renovierung der Kapelle
Nicht nur für die Einwohner aus Bösenbechhofen war die Weihe der renovierten Kapelle Sankt Michael in Bösenbechhofen etwas Besonderes. Auch aus dem weiten Umkreis waren viele Gläubige erschienen, um gemeinsam am Sonntag Nachmittag zu feiern.

Die Dorfgemeinschaft hatte alles vorbereitet und mit großem ehrenamtlichen Engagement konnte die Innenrenovierung vor kurzem abgeschlossen werden.

Motor der umfangreichen Aktion war stets Messner Baptist Geyer, der nach der Weihe durch Pfarrer Stefan Pröckl von allen Seiten viel Lob erhielt. Unermüdlich war er im Einsatz und somit  Vorbild für die weiteren Helfer aus dem kleinen Ort, der derzeit 90 Einwohner zählt.  

Angegliedert

Das 1904 erbaute Kirchlein ist dem heiligen Michael geweiht und bietet Platz für 50 bis 60 Personen. Eigentümerin ist nun die Stadt Höchstadt, die vor rund 30 Jahren die Nachbargemeinde Etzelskirchen mit der Pfarrei Sankt Jakob und dem angegliederten Ort  Bösenbechhofen im Zuge der Gemeindegebietsreform eingemeindete.

Zur Weihe – die mit einem Kapellenfest verbunden wurde – kam auch Erster Bürgermeister Gerald Brehm mit Familie. Für seinen persönlichen Einsatz zu Gunsten der Renovierungsaktion dankte ihm nicht nur Pfarrer Pröckl, sondern auch Messner Geyer sowie die Sprecherin der Dorfgemeinschaft Margareta Geyer.

Brehm gab das Lob an die vielen Helfer zurück: „Das, was hier geschaffen wurde, ist eine ganz tolle Leistung. Das zeigt den Gemeinschaftssinn und die tiefe Verbundenheit der örtlichen Bevölkerung zur Kirche und Gottesverehrung“.

Brehm wünschte sich, dass die allwöchentlichen Gottesdienste in Bösenbechhofen auch in Zeiten des Priestermangels fortgesetzt werden. Daher seine Bitte an Pröckl, das Lob Gottes im kleinen Ort in der bewährten Weise aufrecht zu erhalten. „Mit dem Beten in dieser Kapelle bleibt der Glaube lebendig, das müssen wir aufrechterhalten“.

Dass das gemeinsame Gebet in einer kleinen Kapelle genau so wichtig sei wie in einem großen Dom, betonte Pfarrer Pröckl in seiner Predigt und erinnerte an die Jesus-Worte: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Die Kapelle sei ein heiliger Ort für alle, die sich  in Stille Jesus hinwenden, mit Dank und Bitten.
Zur Aussetzung des Allerheiligsten wurde das Lied „Tantum ergo“ gesungen und anschließend der Segen erteilt.  Den Festgottesdienst bereicherte der örtliche Kinderchor unter der Leitung von Kerstin Litz. Margarete Geyer berichtete über die gelungene Aktion. 1968 war der Turmbau erfolgt. Der Dachstuhl wurde 1994 erneuert, damals wurde auch die Orgeleinweihung gefeiert.

Nachdem in den letzten Jahren die  Außenfassade verputzt und neu gestrichen wurde, wurde nun in den zurückliegenden Monaten die Innensanierung abgewickelt.

Die alten Fußbodendielen wurden entfernt, nun wurde nach erfolgter Isolierung mit Granitplatten der Boden dauerhaft gemacht. Die Wände erstrahlen im warmen Gelb und bilden so eine harmonische Optik zu den Buntglasfenstern wie auch zum Altarraum.

Nächste Aktion

Diesen in nächster Zeit neu zu gestalten, kündigte die Dorfsprecherin als nächste Aktion an. Dann auch wieder auf die Mithilfe der Dorfgemeinschaft zu bauen, sei für sie selbstverständlich, ebenso deren finanzielle Unterstützung. So wurde zum Festgottesdienst kräftig gespendet. Fleißige Mithelfer übernahmen beim anschließenden „Kapellenfest“ bei strahlenden Sonnenschein die Verpflegung der vielen Gäste. Nahezu alle Ortsbewohner halfen mit, gerade auch die Frauen. Die Muttertagsfeier vollzog sich somit „als wunderschönes Gemeinschaftsfest“, wie Pfarrer Pröckl treffen formulierte.    
Datum: 15.06.2006
Autor: Valentin Schaub