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Kirchen präsentierten sich bei „Bio erleben“
Motto des Kirchen-Bühnenprogramms: Die Schöpfung bewahren
Sabine Weimert vom "Fenster zur Welt" zusammen mit Helga Reinholtz vom Lorenzer Laden; Moderatorin Corinna Mielke im Gespräch mit den beiden über "bio und fair".

Nürnberg (psn) – Drei Tage, vom 20. bis 22. Juli 2012, fanden die „Bio erleben“ – Tage auf dem Nürnberger Hauptmarkt statt. Das Bühnenprogramm am Sonntag (22. Juli) wurde maßgeblich von der katholischen und evangelischen Kirche gestaltet. Den Auftakt machten die beiden Stadtdekan Hubertus Förster (kath.) und Jürgen Körnlein (ev.), die gemeinsam in einer Show-Küche standen. Während Förster am Herd Fisch, Gemüse und Couscous zubereitete, bewies sich sein protestantischer Amtskollege als ausgewiesener Weinkenner.

Etwa 16.000 Besucherinnen und Besucher zählte der Veranstalter – das Umweltreferat der Stadt Nürnberg – allein am Sonntag. Neben Kochshows, einem Bühnenprogramm mit Talkrunden, Modenschauen und künstlerischen Beiträgen waren es vor allem die unterschiedlichen Anbieter von Biowaren aus überwiegend regionaler Herkunft sowie von fair gehandelten Produkten, die von den Besuchern an ihren Ständen stark nachgefragt wurden. Der Weltladen der Katholischen Stadtkirche Nürnberg „Fenster zur Welt“ hatte zu einer Weinverköstigung mit fairen Weinen geladen.

Gesprächsrunden zu regionalen und internationalen Themen

Den Auftakt der Talkrunden machte ein Gespräch über „bio und fair“, bei dem Sabine Weimert, Mitarbeiterin im „Fenster zur Welt“, über das gestiegene Interesse der Kunden an fairen Produkten berichtete. Björn Scharf kam eigens aus dem Erzbischöflichen Jugendamt Bamberg und stellte das Umweltengagement in der Jugendarbeit vor. Dabei machte er klar, dass man spielerisch die Jugendlichen für Themen wie Ressourcenschonung gewinnen kann. Denn während Björn Scharf auf der Bühne berichtete, versuchte der evangelische Stadtdekan Jürgen Körnlein, privat Marathonläufer, auf einem „Energiefahrrad“ Wasser für einen Espresso zu erhitzen. Dass ihm das nicht gelingen konnte, war Umweltexperten klar, nicht aber den Besuchern. Allein dieses Thema zeigt, wie verschwenderisch oftmals mit Energie umgegangen wird. Michael Kleiner, Weltkirchenreferent im Erzbistum Bamberg, stellte die Tröpfchenbewässerung im Senegal vor, bei der Wasser direkt an den Setzling geträufelt wird, um somit bis zu 80% an Wasser zu sparen. „Die Natur zu bewahren, da finden wir uns alle wieder“, knüpfte Schwester Franziska von den Franziskusschwestern Vierzehnheiligen inhaltlich an. Zusammen mit dem Künstler Harald Kienle, der, inspiriert vom Sonnengesang des Franz von Assisi, ein Rasen-Kunstprojekt auf dem Hauptmarkt umsetzte, wies sie eindringlich auf die gebotene Notwendigkeit hin, die Natur als Ganzes zu sehen. Der Mensch sei darin ein Geschöpf unter vielen. „Achtsam sollte man leben, das ist eine Haltung, dann achten wir auch auf unsere eigenen Ressourcen“, so Schwester Franziska.

Datum: 30.07.2012
Autor: ep