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“Will Gott Blut sehen?“ – Gottesdienst mit Gluck-Oper
Sonntag, 22. Juli 2012, um 11.30 Uhr, in der Frauenkirche am Nürnberger Hauptmarkt

Anlässlich der Internationalen Gluck-Festspiele lädt die Katholische Stadtkirche am Sonntag, 22. Juli 2012, um 11.30 Uhr zu einem Festgottesdienst in die Frauenkirche am Hauptmarkt ein. Gestaltet wird die Messe mit Arien aus der Oper „Alceste“ von Christoph Willibald Gluck.

Die Oper „Alceste“ beruht auf der griechischen Sage von der Königin Alkestis. Um ihren sterbenskranken Mann Admetos vor dem Tod zu bewahren, bietet die junge Frau den Göttern am Ende ihr eigenes Leben zum Tausch an.

Die Initiative zu dem „Operngottesdienst“ kam von Pfarrer Hans-Peter Weigel, der den Gottesdienst leitet. Der Künstlerseelsorger greift inhaltlich den Stoff des Menschenopfers auf: Nicht nur in der Sage, auch in vielen alten Religionen forderten Götter Menschenblut. Auch der jüdische Brauch der Beschneidung gehe auf ein biblisches Menschenopfer zurück. „Doch wie steht es um den Gott der Christen“, fragt Pfarrer Weigel. „Hat er wirklich den Kreuzestod seines eigenen Sohnes gefordert, wie oft in Predigten zu hören ist?“

Für die musikalische Gestaltung sind Christian Reuter am Cembalo, Frank Dillmann an der Orgel und Sopranistin Melanie Hirsch, in Nürnberg bekannt auf Grund ihres früheren Engagements an der Staatsoper, verantwortlich; die künstlerische Koordination liegt bei Jörg Krämer. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes wird durch einen Zuschuss der Katholischen Gesamtkirchenverwaltung Nürnberg ermöglicht.

Datum: 16.07.2012
Autor: sh