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Erzbischof zeichnet Caritas-Gruppen aus Hollfeld und Bayreuth aus
Arbeit von Ehrenamtlichen mit Preis gewürdigt
Erzbischof Ludwig Schick überreichte den Ehrenamtspreis an den Helferkreis der Caritas-Sozialstation Hollfeld.

Menschen, ohne die das kirchliche Gemeindeleben nicht möglich wäre, wurden am Freitag im Bistumshaus St. Otto in Bamberg von Erzbischof Dr. Ludwig Schick gewürdigt: die Ehrenamtlichen. Unter den Geehrten sind der Helferkreis der Caritas-Sozialstation in Hollfeld und die ökumenische Aktion „Suppe am Samstag“ in Bayreuth.

Zum zwölften Mal hatte die Stiftung für das Ehrenamt Gruppen zur Ehrung nach Bamberg geladen. „Die zahllosen Ehrenamtler machen die christliche Nächstenliebe im Alltag lebendig“, sagte Erzbischof Dr. Ludwig Schick. Diese 21 Gruppen stünden für Tausende und ihre Taten sprächen für sich selbst. Ob es Menschen seien, die die Freude am Glauben durch Musizieren zum Ausdruck brächten, andere, die sich caritativ betätigten, oder solche, die die sich für die Notleidenden in aller Welt engagierten. Die Freude an diesem Dienst sei beeindruckend, zumal ihn viele neben einem anstrengenden Beruf und ihren familiären Aufgaben leisteten.

Die Bedeutung des Engagements hob auch Anne Kurlemann, Geschäftsführerin der Stiftung, hervor. Die Rückmeldungen aus den Gruppen der Ehrenamtlichen bewiesen, dass es mit der Aktivität der Kirche keineswegs bergab gehe: „Der Glaube hat uns Kraft gegeben und das wollen wir weitergeben.“

Zwei der ausgezeichneten Gruppen stellt die Caritas. Seit fast 25 Jahren beseht der Helferkreis der Sozialstation Hollfeld. Acht Frauen besuchen derzeit 48 ältere und kranke Menschen. Nach einem Krankenpflegekurse kam damals der Gedanke auf, die Arbeit der Schwestern der Station zu unterstützen. Die Betreuten werden, in Absprache mit Pfarrer und Station, regelmäßig besucht. Die Ehrenamtlichen beschränken sich aber nicht auf Gespräche, sondern erledigen zum Beispiel auch Einkäufe oder organisieren Arztbesuche.

„Suppe am Samstag“ heißt die ökumenische Aktion in Bayreuth, an der sich die Caritas, die katholische Schlosskirche, die evangelische Stadtkirche und die Christuskirche sowie die reformierte Kirche beteiligen. An jedem Samstag, elf Monate im Jahr, bereiten fünf Teams für rund 45 bedürftige Personen ein Mittagessen zu. Metzgereien kochen zwar das Essen vor, aber da bleibt noch genug zu tun für die Ehrenamtlichen: Tisch decken, aufwärmen, austeilen, Kaffee kochen, Gebäck austeilen, abwaschen, aufräumen, putzen. Vier Stunden sind die Helfer jedesmal im Einsatz. Unterstützt werden sie dabei von Firmlingen, Konfirmanden und Studenten.

Doch es geht nicht nur um das Stillen von Hunger. Viele Gäste kommen wegen eines guten Gespräches in herzlicher Atmosphäre. Diese Menschen fühlen sich im Alltag abgeschoben, weil sie meist arbeitslos sind und mit wenig Geld im Schatten der Gesellschaft leben müssen. Im Schlossturmkeller beziehungsweise der Begegnungsstätte der evangelischen Kirche werden sie immer wieder aufgenommen. Konfession, Herkunft, Alter oder Geschlecht spielen keine Rolle.

Datum: 07.07.2012
Klaus-Stefan Krieger