Erzbischof Gottesdienste Veranstaltungen Anfahrtsskizzen
  Druckversion   Seite versenden
Flurumgang in Wallenfels
1. Am Altar in der Ailastraße erteilt Pater Heinrich den sakramentalen Segen.
Wallenfels (mz): Zum zweiten Höhepunkt in dieser Fronleichnamsfestwoche trafen sich die Gläubigen der Stadtpfarrei St. Thomas Wallenfels am vergangenen Sonntag, um den Segen des allmächtigen Gottes auf ihre Felder und Fluren herab zurufen und Christus, das lebendige Brot des Lebens hinaus zutragen aus den Mauern der Kirche und mit hinein zunehmen in die Welt der Arbeit und des Alltags. So begann für die Wallenfelser dieser Tag ebenso wie der Fronleichnamstag. Vor der Pfarrkirche St. Thomas begrüßte Pater Heinrich die Gläubigen und zog mit dem Allerheiligsten zum 1. Altar an der Ailastraße, wo er das Evangelium verkündete und den sakramentalen Segen erteilte. Über die Kellerbrücke über die „Wilde Rodach“ vorbei am alten Forsthaus, der ökologischen Außenstelle der Universität Bayreuth, gelangte der Prozessionszug zum 2. Altar, der ganz im Sinne des Flurumgangs mit Feld- und Wiesenblumen geschmückt war. Am dritten Altar zelebrierte Pater Heinrich Chelkowski die heilige Messe. In seiner Festansprache betonte Pater Heinrich, das die Gläubigen von Wallenfels am Sonntag nach Fronleichnam in alter Tradition bettend und singend durch die Fluren ziehen und Gott Vater um das Gedeihen der Feldfrüchte, aber auch um den Segen für ihre Familien zu bitten. „Wir tragen zu ihm unsere Sorgen, aber auch unseren Dank für die vielfältigen Gaben, die er uns immer wieder von Neuem schenkt. Wir Christen seien aber auch die Verpflichtung eingegangen, dieses besondere und wertvolle Geschenk Gottes entsprechend zu schützen und zu bewahren. Es könne nicht angehen, dass wir die Ressourcen, die uns zur Verwaltung übergeben wurden, restlos ausschöpfen und zum Teil auch vernichten. Wir bleiben aufgefordert, sie zu erhalten und an unsere Nachkommen zu übergeben. Was wir der Natur antun und sie schädigen, tun wir uns selbst an und schädigen uns selbst. Nach dieser gemeinsamen Eucharistiefeier zogen die Prozessionsteilnehmer zum 4. Altar, der wie jedes Jahr vom Tambourzug festlich geschmückt war. Noch einmal verkündete Pater Heinrich das Wort Gottes und erteilte den sakramentalen Segen, bevor die Gläubigen Christus in der konsekrierten Hostie endgültig zum Gotteshaus zurück begleiteten. Dort in der Pfarrkirche St. Thomas dankte Pater Heinrich allen Teilnehmern und allen, die zum Gelingen dieser Prozession beigetragen haben. Sie alle hätten bewiesen, dass diese beiden Tage nicht nur althergebrachte Traditionen, sondern ein Zeugnis gelebten Glaubens sind. Mit dem sakramentalen Schlusssegen entließ der Geistliche die Prozessionsteilnehmer.
Datum: 16.06.2012
Autor: Manfred Ziereis