Der Knock als Ausbildungszentrum im Norden der ErzdiözeseDer Norden der Erzdiözese blutet aus
Strukturschwäche und Landflucht stechen vor allem im Norden unserer Erzdiözese immer mehr ins Auge. Davon betroffen sind vor allem die jüngere Generation und Menschen, die nach Lehr- oder Arbeitsstellen suchen.Gründe dafür sind:- Ungünstige Bevölkerungsentwicklung; die Überalterung der Bevölkerung nimmt stetig zu.
- Nach der Grenzöffnung und dem Wegfall der Grenzlandförderung sind viele Betriebe abgewandert. So hat die Stadt Teuschnitz in den letzten 15 Jahren 1.000 ihrer 1.400 Arbeitsplätze verloren.
- Da Lehrstellen und qualifizierte Arbeitsplätze fehlen, müssen viele junge und arbeitsfähige Menschen die nördliche Region verlassen.
Folgen davon sind: - Hohe Arbeitslosigkeit in den Dekanaten Coburg, Kronach, Teuschnitz, Hof.
- Landflucht der jungen Generation.
- Fehlen von Ausbildungsstellen vor Ort.
- Der Norden blutet aus und tendiert hin zu einer Region von Pensionisten, Arbeitslosen und Senioren.
Der Knock als Ausbildungsort und Kompetenzzentrum für städtische Hauswirtschaft.In den zehn Jahren seines Bestehens ist das Jugendbildungshaus Am Knock zu einer Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der ganzen Erzdiözese geworden. 11.000 Übernachtungen im Haus, knapp 2.000 Übernachtungen auf dem Zeltplatz und über 3.000 Gäste bei Tages- oder Abendveranstaltungen jeweils in den Jahren 2004 und 2005 machen dies deutlich. Mit seinen 64 Betten, sechs Gruppenräumen, Meditationsraum, Werkraum, Kneipe, Fußballplatz, zwei Zeltplätzen, Küche und Speisesaal bietet das Haus genügend Möglichkeiten für sinnvolle Freizeitgestaltung, Tage der Orientierung, außerschulische Fortbildung, Besinnungstage und religiöse, musische, kreative und sportliche Betätigung. In dieser strukturschwachen Region hier im oberen Frankenwald ist der Knock mit seinen 19 Arbeitsplätzen zum zweitgrößten Arbeitgeber der Stadt Teuschnitz geworden. Seit einigen Jahren kommt es immer mehr zu finanziellen Kürzungen von Seiten des Staates, Landes und der Kirche. So musste der Knock in den letzten zwei Jahren 30.000€ einsparen und in den kommenden zwei Jahren kommen noch einmal 15.000€ dazu. Trotz all dieser Kürzungen möchte das Jugendbildungshaus am Knock für diese strukturschwache Region und die lehrstellensuchenden Jugendlichen für die Zukunft ein Hoffnungszeichen setzen. Beschreibung des AusbildungszentrumsDie Voraussetzungen für ein Ausbildungszentrum für städtische Hauswirtschaft am Knock sind inzwischen vorhanden. - Mit Frau Anke Weiß und Frau Angela Röschentaler arbeiten am Knock zwei ausgebildete Meisterinnen für diese Berufsrichtung.
- Beide haben Erfahrung in der Ausbildung und Begleitung von Lehrlingen, da am Knock seit sechs Jahren eine Ausbildungsstelle existiert.
- Seit einem Jahr haben wir im Haus auch einen Raum für Näh- und Bügelarbeiten eingerichtet, der neben Großküche und Putzbereich für die Ausbildung gefordert wird.
Projektskizze für das AusbildungszentrumInnerhalb von sechs Jahren könnten am Knock in Teuschnitz sechs Jugendliche in städtischer Hauswirtschaft ausgebildet werden. Zu überlegen wäre noch ein zusätzliches Jahr mit fester Anstellung, denn dadurch erhöhen sich die Chancen für eine spätere Bewerbung. Konkret heißt dies: - vom 01. September 2007 - 31. Juli 2009
2 Personen + ein zusätzliches Jahr Festanstellung - vom 01. September 2009 - 31. Juli 2011
2 Personen + ein zusätzliches Jahr Festanstellung - vom 01. September 2011 - 31. Juli 2013
2 Personen + ein zusätzliches Jahr Festanstellung
Die Finanzierungssumme dieses Kompetenzzentrums für städtische Hauswirtschaft liegt bei ungefähr 250.000 €. Spendengelder für dieses Projekt sind deshalb nötig, da durch die Kürzungen der letzten Jahre im laufenden Haushalt kein Geld für Lehrlingsausbildung zur Verfügung steht.

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