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Bistumsjubiläum 2007

Projekte

Schöpfungsweg

Schöpfungsweg zum 1000-jährigen Bistumsjubiläum

Ein Spaziergang durch die Natur zu zwölf ausgewählten Stationen; offizielle

3450 Lavendelsträucher bilden das Labyrinth, in dessen Mitte der Bischofsstab steht.
3450 Lavendelsträucher bilden das Labyrinth, in dessen Mitte der Bischofsstab steht.
Bamberg. (bbk) Besinnlich, meditativ, erholsam – das soll der Schöpfungsweg, der zum 1000-jährigen Bistumsjubiläum rund um das ehemalige Kloster St. Michael angelegt wurde, sein. „Auf fünf Kilometer Länge führt der Weg vorbei an einmaligen Naturschönheiten“, freut sich Klaus Schwaab, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Bamberg, der federführend das Projekt initiiert hat. Man solle die Schöpfung Gottes bewusst wahrnehmen, wünschen sich Schwaab und der Organisationskreis, die den Schöpfungsweg am Montag, 1. Oktober 2007, den Medien bei einem Rundgang vorgestellt haben.

Zwölf Stationen bilden den Schöpfungsweg

Der Schöpfungsweg besteht aus zwölf Stationen, besinnliche Texte auf Tafeln geben Impulse zu einem tieferen Verständnis der Schöpfung. Pflanzen, Wasser und Boden zeigen Gottes Schöpfung und laden in Verbindung mit einem Zitat aus der Bibel zum Nachdenken ein: Was haben wir aus der Natur gemacht? Was können wir von ihr lernen? „Der Schöpfungsweg zeigt uns den Übergang von der Stadt – als ein vom Menschen gestalteter Lebensraum – zum Wald als ursprüngliche Vegetationsform sowie die von Menschen geschaffenen Veränderungen“, erklärt Klaus Schwaab. Der Weg führt von der Klosteranlage St. Michael bis zur Quellfassung des Ottobrunnens im Michelsberger Wald, von dort aus zu den historischen Steinbrüchen des Rhätsandstein und dann wieder über den Kunigundenweg zurück zum Kloster.

Die zwölf Stationen sind: Bibelgarten im Kloster St. Michael, Labyrinth, Ottobrunnen, Hohlweg, Waldwiese, Waldstation, Quelle, Steinbruch, Streuobstwiese, Eichenstamm, Villa Remeis, ein Kreuz. (Ausführliche Informationen zu den einzelnen Stationen im Flyer)

Der Kulturreferent der Stadt Bamberg, Bürgermeister Werner Hipelius, zeigt sich dankbar, dass neben großen Institutionen auch Bürgervereine, die Sozialstiftung und Privatpersonen mit eingestiegen sind. „Solche nachhaltigen Projekte braucht die Stadt noch mehr.“ Wilfried Pförtsch, der als Bewohner des Berggebiets und mit der Fachkenntnis seines Berufes – Förster – das Projekt von Anfang an begleitet hat, ist wichtig, das die jeweiligen Stationen „Inspiration liefern und dem Betrachter das Christentum vermitteln sollen“. Stephan Keilholz, Leiter des Forstbetriebes Forchheim, der für die vier Wald-Stationen im Michelsberger Wald verantwortlich ist, verweist auf die Nachhaltigkeit der Stationen. „Das Thema der Zukunft für die Forstwirtschaft ist die Klimaveränderung. Darauf müssen wir uns einstellen und dafür – und für die Natur als solches – müssen wir die Menschen sensibilisieren.“ Das Bewusstsein eines jeden Einzelnen auf Natur und Schöpfung zu lenken und zu einem verantwortungsvollen Umgang zu bewegen ist auch das Anliegen des Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Wildensorg, Rainer Giel, der die Streuobstwiese betreut. Daniela Reinfelder, Vorsitzende des Bürgervereins Gaustadt, ist Mit-Sponsorin der Station „Verantwortung“ an der Waldwiese, die jedem Bamberger bekannt ist und Sommer wie Winter genutzt wird. „Jetzt können sich die Spaziergänger auf einer Sitzgruppe ausruhen und den Blick über die Stadt Bamberg und den Michelsberger Wald schweifen lassen.“ Wer durch einen ebendort befestigten Rahmen schaue, der kann in eingeschränkter und damit konzentrierter Wahrnehmung einen Blick auf Stadt oder Natur werfen und erkennen, wie schön die Schöpfung ist, egal, ob natürliche Landschaft oder von Menschenhand geschaffen. Der Schöpfungsweg solle Teil eines „Kulturhistorischen Pfads“ werden, den eine Gruppe von Initiatoren schon seit Jahren im Westen der Stadt umsetzen wolle, erklärt Erich Sperlein, Vorsitzender des Bürgervereins Wildensorg. „Die angedachten zwölf bis 14 Stationen sollen ein ‚Weg gegen das Vergessen’ kulturgeschichtlicher Ereignisse sein“, wünscht sich Sperlein. Jetzt – motiviert durch den Schöpfungsweg – könnten wir das Projekt wieder anstoßen und verwirklichen.

Koordinator Klaus Schwaab plant bereits eine Arbeitshilfe für Lehrer, damit sie mit ihren Schülern den Schöpfungsweg entdecken und sich mit Natur und Schöpfung auseinandersetzen.

Unterstützer und Sponsoren

Der Schöpfungsweg konnte nur durch die Kooperation verschiedener Partner und die Unterstützung von Institutionen, Privatpersonen und Sponsoren umgesetzt werden: So haben sich die Stadt Bamberg mit 20.000 €, die Kulturstiftung der Sparkasse mit 10.000 €, Margarete Wörner mit 3570 € für die Station „Steinbruch mit dem Thema Schuld“, die Firmen Reinfelder-Bau und Bamberger Natursteinwerk Graser mit 5000 € für die Station „Verantwortung - Waldwiese" und die Oberfrankenstiftung finanziell an dem Gesamtprojekt beteiligt.

Darüber hinaus kommt sogenannten Paten, die sich um die nachhaltige Pflege der einzelnen Station kümmern, eine wichtige Bedeutung zu: Margarete Wörner ist Patin der Station „Steinbruch-Schuld“, Herr Xaver Frauenknecht, Vorstandsvorsitzender der Sozialstiftung Bamberg, sorgt sich um den „Labyrinthgarten“, der Bürgerverein Gaustadt mit seiner Vorsitzenden Daniela Reinfelder übernimmt die Patenschaft für die Station „“Waldwiese“, der Forstbetrieb Forchheim pflegt die Waldstationen und die Wege des Schöpfungsweges, der Bürgerverein Wildensorg ist Pate der Station Garten Eden, Stadtrat Thomas Brändlein ist Pate der Station an der „Villa Remeis“, Michael und Petra Werb sind Paten der Station „Bibelgarten“, der Obst- und Gartenbauverein Wildensorg ist Pate der Station „Garten Eden-Streuobstwiese“ und Wilfried Pförtsch ist Pate des Ottobrunnens.

Zum Download des Flyers

 
   
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