Bücher der Bibel
Lukas
Um das Jahr 80 n. Chr. begann der gebildete Christ Lukas, ein Begleiter des Paulus (Phlm 24- Kol 4,14), einen „Bericht über all das abzufassen, was sich bei uns ereignet hat“. (Lk 1,1). Es geht ihm um die „Zuverlässigkeit der Lehre“ und die Gewißheit des Glaubens. Mit hoher Einfühlsamkeit für Arme und Benachteiligte schildert der „Evangelist der Zärtlichkeit Gottes“ beginnend mit den ersten Schritten des Messias in der sogenannten Vorgeschichte (Kap 1-2) seiner heidenchristlichen Gemeinde den von Gottes Heilsplan vorgezeichneten Weg Jesu. Jerusalem, Inbegriff der israelitischen Verheißung wird für Lukas auch zum Zentrum christlicher Verkündigung. Die „Wege der Völker“ (alter Bund) finden ihre Orientierung und Verdichtung im „Weg Jesu“, der wiederum den „Weg der Kirche“ eröffnet. Einen Meilenstein dieses unaufhaltsamen Heilsweges Gottes durch die Geschichte setzte Lukas mit der Programmrede Jesu in Nazaret (Lk 4, 14-41). Das Heil Gottes setzt sich durch, auch gegen den Widerstand von Menschen.
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