Bücher der Bibel
Das Buch Daniel („Gott richtet“)
Wie alle apokalyptischen Schriften (Apokalypsis = Enthüllung) versteht sich Daniel als Trostschrift für glaubende Menschen in Bedrängnis. In diesem Fall sind es Juden, die sich um 165, am Höhepunkt der Makkabäerkriege gegen die religiöse und moralische Überfremdung durch die Griechen behaupten müssen. Als Vorbild wird ihnen der fromme israelitische Weise Daniel vor Augen gestellt, der am Königshof in Babylon lebt. Seine Visionen (Kap. 7-12) von der Endzeit zeigen, wie dem Treiben gottloser Herrscher ein Ende gesetzt, das Reich des Menschensohns (ein gottgemäßer Herrscher) aufgerichtet und die Toten auferweckt werden.
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