Bücher der Bibel
Die Klagelieder
Die Klagelieder dürften In Juda bald nach dem Untergang des Südreichs und der Zerstörung des Tempels (586 v Chr.) entstanden sein. In packenden Bildern schildern sie den übergroßen Schmerz Jerusalems und seiner Einwohner über die Katastrophe des Jahres 586 v. Chr. Dabei ist das Buch getragen von einem unbesiegbaren Vertrauen auf Gott. Es will Reue und Umkehr bei denen wecken, die den Untergang der Stadt und des Tempels erlebt haben. Da Bedeutung und Vorrechte des alttestamentlichen Tempels im Neuen Testament auf Christus übertragen werden (vgl. Joh 2, 19), deutet die Kirche in der Liturgie der Karwoche die Klagelieder auf das Leiden und Sterben Christi.
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