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1. Impuls

„Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen?

Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.

Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.

Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“ (Lk 24, 36-49) Ursprünglich ist die Auferweckung Jesu und seine Entrückung zu Gott als ein einziges Geschehen aufgefasst worden. Später galt es, gegen alle möglichen Missdeutungen klarzustellen, dass es wirklich Jesus war, der sich als Auferstandener zu erkennen gab (nach Ulrich Wilckens).

So schildert Lukas am Ende seines Evangeliums Jesu Entrückung noch am Ostertag. Andererseits betont er stark die Leiblichkeit dieses „Erscheinens“ Jesu vor allen Jüngern. Gut für uns, dass es viele andere Möglichkeiten gibt, die Wirklichkeit und Lebendigkeit Jesu in unserem Leben zu erfahren. Denn auch das steht in diesem Abschnitt: Die Geschichte ist jetzt nicht zu Ende, sondern tritt in eine neue Phase ein. Die Botschaft von der lebensrettenden Macht Gottes weiterzusagen und im eigenen Leben weiterzutragen, ist unser aller Aufgabe. Mit der Kraft Gottes aus der Höhe sind wir dazu berufen und befähigt.

1. Impuls (16. April 2007 - 21. April 2007) (26 KB)
Eingestellt von
Jürgen Eckert
eckert@erzbistum-bamberg.de
Eingestellt am: 16.04.2007 09:34
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