Erzbischof Gottesdienste Veranstaltungen Anfahrtsskizzen
  Druckversion   Seite versenden

Heiliger Johannes (27. Dezember)

Das Fest des Apostel und Evangelisten Johannes reicht im Osten bis ins 4. Jahrhundert zurück (in Rom erst im 6. Jahrhundert). Der Überlieferung nach soll Johannes in Ephesus gewirkt haben, bis er selbst in der Zeit der Verfolgung durch Kaiser Domitian auf die Insel Patmos verbannt wurde und dort die Geheime Offenbarung schrieb. Nach seiner Rückkehr nach Ephesus entstand sein Evangelium: „Lass uns mit erleuchtetem Verstand und liebendem Herzen erfassen, was er in gewaltiger Sprache verkündet hat“ (Tagesgebet).

Das Evangelium vom Gang zum Grab mag in der Weihnachtswoche auf die Gläubigen befremdlich wirken. Aber es erinnert daran, dass nur von Ostern her begriffen werden kann, wer das Kind im Stall zu Betlehem ist: „Er sah und glaubte.“

Brauchtum

Vom frühen Mittelalter bis heute hat sich die Segnung und Austeilung des „Johannisweines“ erhalten: „Trinke die Liebe des heiligen Johannes“, mit diesen oder ähnlichen Worten soll der gesegnete Johanniswein gereicht werden. Diese Liebe und Verbundenheit des Johannes, er war der Lieblingsjünger Jesu gewesen, zeigt sich in seinem Stehen unter dem Kreuz. Ursprung des Brauchs ist wohl die Legende vom Trinken des vergifteten Weines.