Erzbischof Gottesdienste Veranstaltungen Anfahrtsskizzen
  Druckversion   Seite versenden

Allerheiligen

Ursprung

Das Hochfest Allerheiligen hat seine Wurzeln im Orient, wo man schon im 4. Jahrhundert - um Ostern herum - ein Gedächtnis aller Märtyrer beging: Im byzantinischen Kalender heißt der Sonntag nach Pfingsten heute noch „Sonntag der Heiligen“. Im Abendland gab es seit dem 7. Jahrhundert am 13. Mai ein Fest aller heiligen Märtyrer als Gedenktag der Einweihung des römischen Pantheons zu Ehren der seligen Jungfrau Maria und aller heiligen Märtyrer.

Das heutige Allerheiligenfest am 1.11. wurde zuerst in England und Irland gefeiert (8. Jahrhundert). Es hat sich dann allmählich im 9. Jahrhundert auf dem Festland durchgesetzt.

Bedeutung

Ein Kinderlied drückt aus, was an Allerheiligen gefeiert wird: „Die Heiligen haben den Weg uns gezeigt, der uns führt zu Gott. Die Heiligen haben das Ziel schon erreicht und bitten jetzt bei Gott für uns.“ Die Heiligen haben das neue Leben in Gott, das uns allen verheißen ist, bereits erhalten. Das darf uns fröhlich stimmen: Wir feiern ein Fest der Auferstehung aller (bekannten und unbekannten) Heiligen, quasi ein herbstliches Osterfest.

An Allerheiligen werden die Heiligen auf den Sockeln in unseren Kirchen besonders lebendig, denn sie sind auf unserem Pilgerweg heute noch leuchtende Vorbilder in der Christusnachfolge (auf dem Weg zu Gott): Viele Frauen und Männer haben sich durch den Glauben in die Tiefe des Geheimnisses des gekreuzigten und auferstandenen Jesus hineinziehen lassen. Und sie haben sich in die Welt senden lassen, - auf ihre je eigene Weise - das Evangelium durch Wort und Tat zu verkünden (vgl. Stimmen der Weltkirche, Nr. 37: Den Glauben anbieten in der heutigen Gesellschaft. Brief an die Katholiken Frankreichs, 11. Juni 2000). Durch ihr Beispiel und ihre Fürsprache dürfen wir uns ermutigt fühlen, die Berufung zur Heiligkeit ernst zu nehmen und dem Ziel der Verheißung freudig entgegen zu pilgern (vgl. auch Präfation vom Tag).