Haushaltsplan der Erzdiözese Bamberg für das Jahr 2009 verabschiedet Kirchensteuerentwicklung erlaubt Übernahme der privaten Berufsfachschule Mariahilf, den Start der Klimaoffensive und überfällige notwendige Instandhaltungsmaßnahmen Haushalt 2009 mit 140,7 Millionen Euro veranschlagt Bamberg. (bbk) Erfreut über die Entwicklung bei den Kirchensteuereinnahmen und die Beschlüsse des Diözesansteuerausschusses zeigte sich Erzbischof Ludwig Schick bei der jüngsten Sitzung des Gremiums in Bamberg. „Kirche muss sich auf die förderliche Fürsorge für die Menschen konzentrieren.“ Dazu gehöre beispielsweise die Bereitstellung und rentable Instandhaltung von Kindergärten, Schulen und die finanzielle Ausstattung der Kirchengemeinden. Schick freute sich auch, dass etwas mehr Geld für die weltkirchlichen Aufgaben und die Caritas zur Verfügung stehe. Der neue Haushalt der Erzdiözese umfasst eine Gesamtsumme von 140,7 Millionen Euro (2008: 133,8 Mio Euro). Damit liegt der Ansatz 2009 um rund 6,9 Mio Euro (circa 5,1%) über dem letztjährigen Ansatz. Der Diözesansteuerausschuss hat dem Haushaltsentwurf für das laufende Jahr zugestimmt, darüber hinaus der Übernahme der privaten Berufsfachschule Mariahilf (für Hauswirtschaft, für Kinderpflege und für Sozialpflege) in Bamberg ab September 2009 grünes Licht gegeben und erneut bekräftigt, die Klimaoffensive der Erzdiözese Bamberg mit einem bereits beschlossenen Startkapital von fünf Millionen Euro und der weiteren Bereitstellung von zwei Euro pro Katholik im Erzbistum in diesem und den folgenden Jahren, insgesamt etwa 1,5 Millionen Euro jährlich, zu unterstützen; die Energie- und Klimaoffensive wird am 1. März 2009 durch Erzbischof Ludwig Schick mit einem Festakt auf Burg Feuerstein eröffnet. Auf Grund der positiven Entwicklung bei den Kirchensteuereinnahmen können 2009 dringend notwendige und bislang aufgeschobene Instandhaltungsmaßnahmen an Gebäuden durchgeführt werden, wie beispielsweise im Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg, Kolpinghaus Nürnberg, Maria-Ward-Schule Bamberg, Theresianum der Karmeliten in Bamberg sowie bei mehreren Kindertagesstätten. Der Haushaltsplan für das Jahr 2009 erlaubt der Erzdiözese Bamberg eine Zuführung zu den Rücklagen. Sie sei für die Bewältigung der Zukunft notwendig, denn die prognostizierten Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise würden den finanziellen Handlungsspielraum der Kirchen schwächen. Finanzdirektor Prälat Herbert Hauf dankt den Katholiken, die mit der Zahlung der Kirchensteuer die finanzielle Grundlage für die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben des Erzbistums Bamberg in Seelsorge, Caritas, und darüber hinaus legten. „Wir können uns diese Ausgaben nur leisten, wenn die Menschen bei uns bleiben, uns durch ihre Kirchensteuern sowie in Gebet und Tat unterstützen.“ AusgabenDer größte Anteil bei den Ausgaben fällt auf die Seelsorge (pfarrliche und kategoriale Seelsorge, Sonderaufgaben) mit 67,8 Mio Euro (2008: 62,7 Mio Euro). Für Soziale Dienste wie Caritas-Verbände, Kindertagesstätten und Altenheime sind 17,8 Mio Euro (2008: 16,6 Mio Euro) vorgesehen, für Schule, Bildung und Wissenschaft werden 17,6 Mio Euro (2008: 15 Mio Euro) veranschlagt. Der Bereich der Finanzen und Versorgung, der auch die Rücklagenbildung beinhaltet, wird mit 15,6 Mio Euro (2008: 17,5 Mio Euro) veranschlagt. Für gesamtkirchliche Aufgaben wie die Unterstützung von Hilfswerken und für die Mission stellt die Erzdiözese Mittel in Höhe von 9 Mio Euro (2008: 8,8 Mio Euro) bereit. Kirche ohne Menschen ist nicht vorstellbar. In der Seelsorge, in den sozialen Diensten, in Caritas, Bildung und allen anderen Bereichen bilden Mitarbeiter die Grundlage des Einsatzes. Die direkten Personalausgaben machen auch im Jahr 2009 mit 81,4 Mio Euro (57,9 %) den Löwenanteil der Ausgabenseite aus, wozu weitere 10 % indirekte Personalausgaben kommen. Besonders zu Buche schlagen die Investitionen zur Erhaltung der Bausubstanz, Sachausgaben, Betriebsausgaben und Zuschüsse. EinnahmenDen größten Anteil der Einnahmen erbringen die Katholiken des Erzbistums durch die Kirchenlohn- und Kircheneinkommensteuer in Höhe von 126,7 Mio Euro (90 %) (2008: 120,6 Mio Euro). Darüber hinaus kommen noch Allgemeine Staatsleistungen und Einnahmen aus Zinsen und Pfründen dazu. ep
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